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Erschliessung bei Brunnen kostet bis zu 48 Millionen Franken

Berechnungen zeigen: Der geplante Hochkreisel bei Brunnen und die Erschliessungsstrassen dürften zwischen 44 und 48 Millionen kosten. Der Kanton soll 5 und Ingenbohl 12 Millionen Franken daran zahlen.
Christoph Clavadetscher
Auf dem Areal der ehemaligen Zementfabrik und der einstigen Lagerhäuser entsteht in den nächsten Jahren mit Brunnen Nord ein neuer Dorfteil. | Bild: Christoph Clavadetscher / Bote der Urschweiz

Auf dem Areal der ehemaligen Zementfabrik und der einstigen Lagerhäuser entsteht in den nächsten Jahren mit Brunnen Nord ein neuer Dorfteil. | Bild: Christoph Clavadetscher / Bote der Urschweiz

Nachdem mittlerweile die technische Machbarkeit der Basis- und Groberschliessung für das 190000 Quadratmeter grosse Entwicklungsgebiet Brunnen Nord nachgewiesen worden ist, gibt es jetzt auch mehr Klarheit, was die Finanzen betrifft. Die Kosten für den zirka 10 Meter hohen Hochkreisel in der Stegstuden und die Zubringerstrassen betragen gemäss Vorprojekt zwischen 44 und 48 Millionen Franken – inklusive Mehrwertsteuer. Die Kostengenauigkeit liegt dabei bei plus/minus 15 Prozent.

Aufgrund dieser Kalkulation dürfte der Beitrag der Gemeinde Ingenbohl rund 12 Millionen Franken betragen. «Wir sind immer etwa von diesem Betrag ausgegangen», sagt der Ingenbohler Gemeindepräsident Albert Auf der Maur. Dies, obwohl die Gesamtkosten nun über 10 Millionen Franken höher geschätzt werden, als sie in der Vorstudie im Rahmen der kantonalen Nutzungsplanung errechnet worden sind. Damals wurden gewisse Kosten, wie etwa der Landerwerb und die Mehrwertsteuer, nicht eingerechnet.

Löwenanteil zahlen Eigentümer oder Investoren

Neben der Gemeinde zahlen auch der Kanton (5 Millionen Franken) und der Bezirk Schwyz an die Erschliessung. Der Anteil des Bezirkes ist noch unklar und derzeit Gegenstand von Verhandlungen. Auch der Bund wird gewisse Beiträge für den Langsamverkehr im Rahmen des Agglomerationsprogramms sprechen. Doch auch diese Beiträge sind noch nicht fix. So oder so: Den Löwenanteil müssen eh die Grundeigentümer beziehungsweise Investoren mit wohl rund 25 Millionen Franken berappen.

Brunnen Nord gilt als wesentlicher Bestandteil der Urmibergachse und ist für die Entwicklung des inneren Schwyzer Kantonsteils sehr bedeutend. Die Basis- und Groberschliessung umfasst den Bau einer neuen Strasse ab dem bestehenden Gätzlikreisel bei der Autobahn über die ehemalige Fischzucht und die SBB-Geleise zu einem Hochkreisel bei der ­Muota. Ab diesem Kreisel sollen zwei weitere Strassen abzweigen: eine entlang der Geleise bis zum Bahnhof Brunnen, die andere schliesst an die bestehende Seewenstrasse Richtung «Alpenrösli» und Seewen an.

Mit den rund zehn Investoren wird derzeit der Kostenverteilplan der Groberschliessung erarbeitet. In der zweiten Hälfte 2019 soll der Baukredit für die Erschliessung von Brunnen Nord vors Volk kommen.

Die Gemeinde Ingenbohl ist übrigens planungsrechtlich verpflichtet, dieses Baugebiete rechtzeitig und genügend zu ­erschliessen. Das heisst: Sollte der Bürger den Baukredit ablehnen, könnten die Grundeigentümer die Erschliessung selbst vornehmen oder bevorschussen. Die Gemeinde würde jedoch ihren Anteil an den Kosten schuldig bleiben und müsste diesen zurückerstatten. Oder wie es Auf der Maur zusammenfasst: «Ein Nein würde einen sehr langwierigen und komplizierten Prozess auslösen, die Erschliessung würde so den Bürger sicher teurer zu stehen kommen.»

Die Überbauung von Brunnen Nord soll in zwei Etappen – Z1 und Z2 – erfolgen. Die Etappe Z1 kann auf der Basis der heutigen Erschliessung erfolgen. Das realisierbare Volumen wird ­gemäss kantonaler Nutzungsplanung bei 788 Parkplätzen und einer Brutto-Geschossfläche von zusätzlich 56850 Quadratmetern begrenzt.

Erst wenn die Grob- und ­Basiserschliessungsstrasse in Betrieb genommen werden kann, darf der Rest gebaut werden. Die Gemeinde geht davon aus, dass dereinst in Brunnen Nord 164000 Quadratmeter Brutto-Geschossfläche und rund 2500 Parkplätze realisiert werden.

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