Ex-FCB-Präsident René C. Jäggi steigt bei Start-up ein

Mit René C. Jäggis Hilfe will die Immenseer Ronovatec AG bald die Rasen der ganz grossen Stadien mähen.

Anja Schelbert
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Marcus Riva (links), Mitbegründer der Ronovatec AG, und Ex-FCB-Präsident René C. Jäggi.

Marcus Riva (links), Mitbegründer der Ronovatec AG, und Ex-FCB-Präsident René C. Jäggi.

Bild: Anja Schelbert (Küssnacht, 18. Februar 2020)

Er mäht innovativ, nachhaltig und vollkommen autonom: der einzigartige Spindelmähroboter der Immenseer Firma Ronovatec AG. Hüfthoch und mit spindelförmigem Mähwerkzeug soll er auf drei Rädern marktführenden Grössen wie Husqvarna, Jacobsen oder Toro den Rang «abmähen». Mitbegründer und Geschäftsleiter Marcus Riva erklärt:

«Unser Mähsystem ist für die hohen Anforderungen von Champions und PremierLeague konzipiert.»

Um dahin zu kommen, hat die Geschäftsleitung nun den renommierten Ex-FCB-Präsidenten René C. Jäggi ins Boot geholt. «Er kann uns mit seinem Netzwerk die Türen zu den renommierten Vereinen öffnen, die uns sonst verschlossen blieben», so Riva. Jäggi vermochte es 1996, als der FC Basel vor dem finanziellen und sportlichen Niedergang stand, innerhalb von nur fünf Jahren, den FCB in ein neues modernes Stadion und zum ersten Meistertitel nach 22 Jahren zu führen. Und nicht zuletzt eben in die Champions League. Ausserdem gewann er Toyota als Hauptsponsor. Seine Beziehungen sind für das Immenseer Start-up also Gold wert.

«Wir wollen in einer Nische Marktführer werden»

Im Immenseer Mähroboter steckt viel Hightech, beispielsweise ein eigenes Lokalisierungs- und Navigationssystem, das exaktes navigieren und spezielle Rasenmuster ermöglicht. «Nur ein autonomer Spindelmäher wie unserer mäht so, wie das ein Profi möchte und ist dazu auch fähig, Muster nach Richtlinien der nationalen und internationalen Verbände in den Rasen zu mähen », ist Riva überzeugt. Lidar-Sensoren geben dem Roboter zudem eine 3D-Sicht der Umgebung. «Das Gerät ist absolut sicher, mäht Co2-neutral, leise und verursacht im weltweiten Vergleich die tiefsten operativen Kosten», führt er aus. Denn: Innert nur zwei bis drei Stunden mäht er 8000m2 Rasenfläche inklusive Muster – das ist ein ganzes Fussballfeld. Durch das neuartige System kostet der gemähte Quadratmeter nur rund 0,05 Rappen. Das macht ihn extrem wirtschaftlich. Zum Vergleich: Die derzeit branchenüblichen Aufsitzmäher sind Benziner, lärmintensiv, binden viel Personal und kosten mit ihren 1 bis 1,2 Tonnen Schwergewicht rund das Drei- bis Vierfache pro gemähtem Quadratmeter. Die zur Zeit auf dem Markt verfügbaren, elektrisch betriebenen Sichelmäher benötigen für dieselbe Arbeit rund 24 Stunden. «Unser Roboter ist nur 300 Kilo schwer und navigiert völlig autonom», sagt Riva.

Es braucht also keinen Greenkeeper, der den Mäher führt. Entwickelt wurde er in Kooperation mit der Hochschule Luzern. Generell setze man vorrangig auf Qualität – bei den Vertriebspartnern als auch den verbauten Komponenten. Die Herkunft Letzterer sei rein europäischer Art.

Roboter wird 2022 in Produktion gehen

Mittlerweile steht der Mähroboter kurz vor dem Markteintritt. «2021 installieren wir sechs bis acht Referenzanlagen. Bereits 2022 wird der Roboter seriell in Produktion gehen», so Riva. Kommende Meilensteine seien eine Live-Demonstration in Zürich sowie die Ausstellung an der Fachmesse für Grüne Landschaften (ÖGA). Qualität, strategische Marktbearbeitung und «der Glaube daran» sind laut Riva das Erfolgsrezept «um irgendwann Marktführer zu werden». Qualität, strategische Marktbearbeitung und konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Anwender sind laut Riva das Erfolgsrezept, um sich in der Nische als Marktführer zu behaupten.