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Ex-Pfarrer von Küssnacht hat 2,6 Millionen Franken wegen Spielsucht ausgeliehen

Der stark verschuldete ehemalige Pfarrer von Küssnacht hat von 2011 bis 2018 über 2,6 Millionen Franken von 84 Personen ausgeliehen. 40 Gläubiger erhielten Geld im Gesamtbetrag von 1,2 Millionen Franken zurück.

Es verblieben 1,4 Millionen Franken Schulden bei 44 Personen, deren Darlehen vom Pfarrer noch nicht zurückbezahlt worden seien. Dies teilte die römisch-katholische Pfarrei von Küssnacht am Donnerstag mit. Die gleiche Summe ausstehender Beträge hatte am Dienstag auch der Anwalt des Pfarrers genannt.

Die Pfarrei betont, dass die genannten Zahlen dem Kenntnisstand vom 9. Juli entsprechen würden. Sie geht davon aus, dass der Pfarrer neue Darlehen aufgenommen hat, um ältere Schulden zu begleichen.

Der Pfarrer habe die Personen, die mehrheitlich in der Region wohnten, in erster Linie schriftlich um Geld angefragt, teilte die Pfarrei von Küssnacht weiter mit.

Verschuldet wegen Spielsucht

Als Grund für seine Finanznot habe er meistens seine Spielschuld genannt, vereinzelt auch karitative Zwecke. Es sei davon auszugehen, dass die meisten Gläubiger dem Pfarrer Geld ausgeliehen hätten in der Meinung, sie seien die einzigen, die helfen würden.

Meist gewährten die Gläubiger dem Pfarrer ein rückzahlbares Darlehen zur Tilgung seiner Schulden. Diese seien ihm möglicherweise auch teilweise erlassen worden, schreibt die Pfarrei. Noch unklar sei, ob Personen dem Pfarrer Geld für karitative Zwecke gegeben hätten und sie nun nicht wüssten, ob ihre Spenden dafür eingesetzt worden seien.

Möglicherweise hat der Pfarrer auch Schulden in Deutschland. Die Pfarrei nennt eine anscheinend offene Forderung von rund 240'000 Euro aus einem Immobiliengeschäft des Pfarrers.

Vor knapp einem Monat war bekannt geworden, dass der Pfarrer von Küssnacht nicht mehr im Amt sei. Als Grund für die Demission wurden Schulden von mehreren hunderttausend Franken genannt. Verschuldet hatte sich der Kirchenmann wegen seiner Spielsucht.

sda

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