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Fels am Axen beseitigt – weitere Sprengungen stehen an

Darauf hat die Bevölkerung gewartet: Die zwei kritischen Felsblöcke einen halben Kilometer über der Strasse sind am Samstagvormittag gesprengt worden. Unmittelbar danach haben die Fachkräfte allerdings zwei weitere, noch grössere Blöcke entdeckt.

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(pd/stp) Am Samstag kurz nach 10 Uhr konnten die beiden akut absturzgefährdeten Blöcke mit einem Gewicht von rund 1000 Tonnen gesprengt werden. Eine erste Beurteilung hat ergeben, dass die Sprengung den gewünschten Erfolg zeigt und die Felsblöcke hinreichend zerkleinert werden konnten. Hingegen wurden oberhalb der Sprengstelle zwei weitere, noch grössere Blöcke entdeckt, die auch noch gesprengt werden müssen. Die Arbeiten dazu wurden umgehend aufgenommen.

Axenstrasse bleibt weiterhin gesperrt

Die Gefährdung für die Axenstrasse bleibt weiterhin sehr hoch, da noch loses Material von mehreren 10'000 Kubikmetern in der Rinne des Gumpischtals liegt. Dieses Material kann je nach Witterung durch einen Murgang gelöst werden und abstürzen.

Eine Verkehrsfreigabe kann erst in Betracht gezogen werden, wenn ein System der Beobachtung und Warnung installiert wurde. Auch diese Arbeiten sind witterungsabhängig, da sie hauptsächlich mit Helikoptern ausgeführt werden müssen. Zudem müssen noch weitere Felsblöcke gesprengt sowie Steinschlag-Schutznetze montiert werden. Entsprechend bleibt die Axenstrasse, welche bereits seit rund drei Wochen geschlossen ist, bis voraussichtlich Mitte September gesperrt.

Livestream von den Arbeiten am Axen:

Er ist ein Held am Axen

Sebastian Werren kümmert sich um die Bohrungen und Sprengungen am abgestürzten Felsen. Ein Einblick in die heikle Arbeit.
Christian Tschümperlin