FDP Schwyz empfiehlt Stimmfreigabe bei Regierungsrats-Stichwahl

Die CVP kann bei der Stichwahl um den letzten freien Sitz im Schwyzer Regierungsrat nicht auf die Unterstützung der FDP zählen. Die Liberalen haben für den zweiten Wahlgang vom 17. Mai Stimmfreigabe beschlossen.

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(sda) Noch zu besetzen ist der Sitz von Othmar Reichmuth (CVP), der wegen seiner Wahl in den Ständerat aus dem Regierungsrat ausscheidet. Die CVP hatte es verpasst, den Sitz mit Kandidat Sandro Patierno zu verteidigen. Die SP tritt erneut mit dem Küssnachter alt Bezirksammann Michael Fuchs an, der im ersten Wahlgang auf dem achten Platz gelandet war.

Die Geschäftsleitung der FDP habe auf dem Zirkularweg über die Wahl für den siebten Sitz beraten. Weil eine Delegiertenversammlung aufgrund der Corona-Krise nicht möglich sei, überlasse man den Entscheid ohne Empfehlung den Parteimitgliedern, teilte die Partei am Donnerstag mit.

Im Vorfeld der Wahlen hatte es Unstimmigkeiten zwischen den beiden Mitteparteien gegeben, weil sich die FDP auf eine Allianz mit der SVP geeinigt hatte. Die CVP kritisierte dies als «Päckli-Politik». FDP und SVP brachten ihre Sitze im ersten Wahlgang ins Trockene.

Die fünf bisherigen Regierungsräte wurden im Amt bestätigt, nämlich Petra Steimen-Rickenbacher und Kaspar Michel (FDP), André Rüegsegger und Andreas Barraud (SVP) sowie Michael Stähli (CVP). Herbert Huwiler (SVP) zieht für den zurücktretenden René Bünter (SVP) neu in die Regierung ein.

Die Stichwahl um den verbleibenden Sitz in der Schwyzer Kantonsregierung findet wegen der Coronakrise nur brieflich statt.