Firmen-Baustellen im Kanton Schwyz auf Kurs

Mit der Max Felchlin AG und der Victorinox AG bauen gleich zwei Schwyzer Traditionsfirmen im grossen Stil aus. Das gesamte Invesitionsvolumen beträgt 70 Millionen.

Andreas Seeholzer
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Die Fassade mit Dach der Firma Felchlin ist nun sichtbar (Bild: Andreas Seeholzer)

Die Fassade mit Dach der Firma Felchlin ist nun sichtbar (Bild: Andreas Seeholzer)

Die Felchlin AG ist mit ihrem Neubau in Ibach weit fortgeschritten und konzentriert den Firmensitz ab Dezember in Ibach. «Wir sind im Zeitplan, und der Bau sollte bis Ende November zusammen mit dem Innenausbau, dem Abbruch der ehemaligen Gebäude der Firma Auf der Maur und der Gartenanlage fertig erstellt sein», sagt CEO Christian Aschwanden. Der 20-Millionen-Bau soll in den kalkulierten Kosten erstellt werden können. «Anfang Dezember wollen wir mit dem Umzug beginnen und dann alle unsere Tätigkeiten unter einem Dach vereinen. So können wir die Kommunikations- und Entscheidwege kurz halten – für einen eher kleinen Betrieb wie den unseren entscheidend.»

Auffallend am Bau sind das nun sichtbar gewordene Dach und die Fassade. Laut Aschwanden ist das Dach eine Anlehnung an «unsere Bergwelt». Im obersten Stock sollen künftig Schulungen und der Empfang der Gäste abgewickelt werden. «Hier war es uns wichtig, etwas Repräsentatives zu schaffen, aber dennoch nichts zu Protziges.» Die Räume sollen Atmosphäre bieten. «Der oberste Stock trägt dem Rechnung, ohne ein Prunkbau zu sein, wir stellen hochwertige Schokolade her, sind damit aber nicht der Luxusgüterbranche zuzuordnen.»

«Es war uns wichtig, etwas Repräsentatives zu schaffen, aber dennoch nicht zu Protziges». 

Christian Aschwanden, CEO Felchlin AG

Wichtig sei für die Max Felchlin AG, dass man in Ibach noch weitere Expansionsmöglichkeiten habe. «Wir haben Landreserven entlang der Gotthardstrasse und auch strategische Landreserven Richtung Pumpwerk Felderboden. So können wir die Produktion künftig erweitern – denn mit der Produktion verdienen wir das Geld», so Aschwanden.

Die neue Aldifiliale in Ingenbohl. (Bild: Andreas Seeholzer)

Die neue Aldifiliale in Ingenbohl. (Bild: Andreas Seeholzer)

50 Millionen für Distributionscenter

Auch der Bau des Victorinox-Distributionscenters in Seewen schreitet gut voran. Die rund 580 Pfähle konnten ohne Probleme gesetzt werden. In der Zwischenzeit werden bereits die Kellerwände und die erste Decke über dem Kellergeschoss betoniert. «Wir liegen somit im Zeitplan. Insgesamt rechnen wir mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren, das heisst, die Inbetriebnahme kann für 2020 vorgesehen werden», sagt Mediensprecherin Claudia Mader. Das Distributionscenter mit einem Gebäudevolumen von rund 173000 Kubikmetern ist für Victorinox ein strategisch wichtiger Meilenstein. «Durch das Zusammenführen von vielen einzelnen externen Lagerstandorten können wir zukünftig die europaweite Auslieferung zentralisieren. Das Bauprojekt umfasst ein Investitionsvolumen von rund 50 Mio. Franken und ist ein klares Bekenntnis zum Standort Schwyz.»

Aldi will noch vor Weihnachten eröffnen

In Ingenbohl baut Aldi Suisse beim Autobahnanschluss eine Filiale. In den letzten rund zweieinhalb Wochen wurden die Betonfertigelemente für das Erdgeschoss gestellt. «Somit steht nun der grundlegende Rohbau der Verkaufsfiliale», sagt Philippe Vetterli von der Medienstelle. In den nächsten Wochen werden die Metallbauarbeiten für das Parkdeck weitergeführt. «Im September werden wir primär mit der Fertigstellung des Rohbaus beschäftigt sein, mit dem Innenausbau werden wir voraussichtlich im Oktober beginnen können», so Vetterli. «Für die Arbeiten haben wir lokale Unternehmen beauftragt.» Der Baufortschritt verläuft derzeit nach Plan, «sodass wir anpeilen, die Filiale noch vor Weihnachten 2018 zu eröffnen»