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Forscher messen im Alpthal seit 50 Jahren Geschiebe in Wildbächen

Seit 50 Jahren erforscht die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL im Alpthal kleine Wildbäche. Diese langjährigen Messungen dienen der Hochwasservorhersage.
Geschiebesammler beim Erlenbach im Alpthal. (Bild: PD/WSL)

Geschiebesammler beim Erlenbach im Alpthal. (Bild: PD/WSL)

(sda) Geofone heissen die Instrumente, die die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL im Erlenbach einsetzt. Die WSL spricht in einer Mitteilung vom Freitag von einer einzigartigen Messstation: Untersucht wird, wie viel Sand, Gestein und Geröll der Wildbach ins Tal verfrachtet.

Die Geofone nehmen die Erschütterungen auf, die das Geschiebe verursacht. Sie befinden sich an der Unterseite von Stahlplatten, die ins Bachbett eingelassen sind. Wenn sich ein Geschiebekorn über die Platte bewegt, löst es Schwingungen aus, die der Sensor registriert.

Diese Signale würden mit direkten Messungen der Geschiebefracht geeicht, teilte die WSL mit. Metallkörbe würden automatisch in den Wasserstrahl fahren und das mitgeführte Material auffangen.

Praktischen Nutzen hat dies für die Hochwasservorhersage. Die Forscher könnten dank diesen Messungen, ihre Berechnungsansätze für den Geschiebetransport verbessern. Sie könnten so mit Computermodellen ermitteln, unter welchen Bedingungen wie viel Geschiebe in den Gebirgsflüssen transportiert wird.

Begonnen hatte die Wasserforschung im Alpthal gegen Ende der 1960er-Jahre. Bis 1973 wurden in Zuflüssen des Alp-Flusses, der in die Sihl mündet, elf Abflussmessstationen installiert. Ziel war es herauszufinden, wie der Wald die Bildung von Hochwasser und die Wasserqualität beeinflusst.

1974 zerstörte ein Hochwasser die Messstationen. Darauf wurden im Vogel-, Lümpenen- und Erlenbach massive Stationen gebaut. Mit nationalen Forschungsprogrammen und mit EU-Projekten wurde die Wasserforschung im Alpthal vielfältiger. Inzwischen ist sie ein Gemeinschaftsprojekt der WSL, der ETH Zürich, der Universität Zürich und dem Deutschen Geoforschungszentrum Potsdam.

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