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Fusionspläne der Spitäler Einsiedeln und Lachen ernten Applaus

Die Spitäler Einsiedeln und Lachen wollen fusionieren. Bei der zuständigen Schwyzer Gesundheitsdirektorin, Petra Steimen, stossen die Fusionspläne auf offene Ohren.
Jürg auf der Maur
Im Juli 2011 fand auf dem Schwyzer Hauptplatz eine bunte und laute Demonstration für den Erhalt des Spitals Einsiedeln statt. (Bild: Ruggero Vercellone / Bote der Urschweiz)

Im Juli 2011 fand auf dem Schwyzer Hauptplatz eine bunte und laute Demonstration für den Erhalt des Spitals Einsiedeln statt. (Bild: Ruggero Vercellone / Bote der Urschweiz)

Noch vor sieben Jahren gingen im Kanton Schwyz die Wogen hoch. 2011 setzte die Regierung auf eine Zwei-Spital-Strategie und sorgte damit vor allem in Einsiedeln für viel Unverständnis und Ärger. Weil die Fallzahlen zu gering seien, sollte der Kanton fortan nur noch in Ausser- und Innerschwyz Spitäler betreiben. Dafür wurde die Schliessung des Spitals Einsiedeln beantragt – und eine eigentliche Protestwelle ausgelöst.

Höhepunkt war im Juli 2011 eine grosse Demonstration vor dem Schwyzer Rathaus, um die Parlamentarier umzustimmen. Der damalige Ständerat Bruno Frick, Nationalrat Alois Gmür und der frühere Abt von Einsiedeln, Martin Werlen, setzten sich an die Spitze des Protestzuges und äusserten ihre Kritik an den Abbauplänen. «Wir lassen uns das Spital nicht nehmen», erklärte Abt Martin.

Seit vergangenem Dienstag ist nun alles anders: Die Spitzen der beiden Regionalspitäler Lachen und Einsiedeln machten ihre Fusionspläne öffentlich. Einsiedeln und Lachen sollen künftig als ein Spital betrieben werden, der Weg zur Zwei-Spital-Strategie steht nun offen.

Regierungsrätin begrüsst die Fusionspläne

Jetzt kommt die Bewegung quasi von unten. Die Fusion wird nicht von oben diktiert, sondern von den Verantwortlichen selber eingeleitet. Zwar ist konkret noch vieles offen. Sicher ist aber: Der Entscheid gibt zu reden – und überrascht. Selbst die Schwyzer Spitaldirektorin, Kerstin Moeller, war im Vorfeld nicht in die Gespräche einbezogen. «Wir sind wirklich überrascht», erklärte sie gestern auf Anfrage. Ob sich das Spital Schwyz dereinst anschliessen wird, sei noch völlig offen, so Moeller: «Im Moment wissen wir zu wenig, um dazu Stellung nehmen zu können. Ich kann nur sagen, dass sich die Situation in Einsiedeln und Lachen anders präsentiert als bei uns. Die beiden Spitäler sind allein schon distanzmässig näher zusammen. Entsprechend grösser ist dort auch der Wettbewerbsdruck.» Bei der zuständigen Schwyzer Gesundheitsdirektorin, Petra Steimen, stossen die Fusionspläne auf offene Ohren. «Sowohl die Spital Lachen AG wie auch das Spital Einsiedeln sind eigenständige Unternehmen mit einer grossen unternehmerischen Freiheit», betont die Regierungsrätin auf Anfrage. Es sei richtig und wichtig, dass diese unternehmerische Freiheit wahrgenommen werde. Der Regierungsrat sei jedenfalls an einer «nachhaltigen, modernen und konkurrenzfähigen Schwyzer Spitalstruktur interessiert, die im härter werdenden Wettbewerb bestehen kann». Insofern stehe sie den «Absichten der beiden Spitäler, ein gemeinsames Spital an zwei Standorten zu prüfen, positiv gegenüber». Peter Suter, Verwaltungsratspräsident der Spital Lachen AG, und Markus Hauenstein, Präsident der Stiftung Krankenhaus Maria zum finstern Wald, wollen nun in den nächsten Wochen und Monaten die nächsten Schritte anpacken.

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