«Gault Millau» Entdeckung

Senkrechtstart für das Restaurant Magdalena in Rickenbach

Im Schwyzer Ort Rickenbach freut sich die Crew des Restaurants Magdalena über die Auszeichnung «Entdeckung des Jahres» von «Gault-Millau».

Hans Graber
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So ganz aus heiterem Himmel kam die Frohbotschaft nicht, der «Gault-Millau» hatte das Lokal online bereits überschwänglich gepriesen. Am Montag, punkt 12 Uhr mittags, erfüllten sich die nun alle Hoffnungen und noch ein bisschen mehr: Das Restaurant Magdalena in Rickenbach, Kanton Schwyz, ist für den «Gault-Millau» eine von zwei «Deutschschweizer Entdeckungen des Jahres», und auf Anhieb gibt es 15 Punkte.

Wirklich «total cool», sagt Gastgeberin Adriana Hartmann, die mit ihrem Mann Dominik und Partner Marco Appert das «Magdalena» erst im Mai dieses Jahres eröffnet hat. Dominik hat bei Andreas Caminada auf Schloss Schauenstein und Fabian Fuchs gearbeitet, auch Adriana war auf Schauenstein. Die Spitzengastronomie ist dem «Magdalena»-Team vertraut, und ihre eigenen Ideen setzen sie nun in der Heimat um. Die beiden Männer sind Rickenbacker, sie Schwyzerin.

Marco Appert, Adriana Hartmann und Dominik Hartmann (v.l.) haben im Mai 2020 das Restaurant Magdalena in Rickenback eröffnet.

Marco Appert, Adriana Hartmann und Dominik Hartmann (v.l.) haben im Mai 2020 das Restaurant Magdalena in Rickenback eröffnet.

Digitale Massarbeit

Das «Magdalena» will subjektiv modern und ohne missionarischen Eifer auch nachhaltig sein. Eine Besonderheit: Der Hauptgang ist vegetarisch, derzeit im Fokus ist Sellerie.

Es hätte für eine Neueröffnung wohl ideale Jahre gegeben als 2020, aber Adriana Hartmann sieht es auch positiv: «Wir hatten so etwas mehr Zeit, wirklich anzukommen in unserem Restaurant, und Dominik konnte durch ausgiebiges Tüfteln unser eigenes Sauerteig-Kartoffelbrot absolut perfektionieren.»

Einblick in das «Magdalena».

Einblick in das «Magdalena».

PD

Liegt der Schwyzer Talkessel nicht doch etwas ab vom Schuss? «Ein bisschen schon, aber dafür ist es wunderschön hier, das gefällt sicher auch den Städtern von Zürich und Luzern», meint Adriana zuversichtlich. Angelaufen sei das Lokal prima. Überraschend viel Zuspruch gab es auch von den Einheimischen, die etwa die Hälfte der Gäste ausmachen.

Die «Gault-Millau»-Auszeichnung ist dem «Magdalena»-Trio erst einmal ein Zusatzansporn, Tag für Tag das Beste zu geben. Bei den 15 Punkten «wird es nicht bleiben», schreibt der «Gault-Millau».