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500 Personen nahmen an der Antirassismus-Demonstration in Schwyz teil

Mehrere hundert Menschen sind am Samstag für ein buntes Schwyz auf die Strasse gegangen. Eine Gruppe von Rechtsradikalen versuchte die Kundgebung zu stören. Bereits im Vorfeld verbreiteten sie furchteinflössende Flyer.
Stephanie Zemp
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Antifaschisten.(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Antifaschisten.
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
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Die Antirassismus-Demonstration in Schwyz

«Schwyz kann auch anders», «Vielfalt statt Einfalt» oder «Nationalität Mensch» stand auf Transparenten an der Demonstration gegen Rassismus am Samstagnachmittag in Schwyz. Die Kundgebung war eine Reaktion auf einen Vorfall an der Schwyzer Fasnacht, an der zwölf Personen aus der rechtsextremen Szene als Ku-Klux-Klan verkleidet auftraten. «Ich bin politisch weder links noch rechts, aber diese Kostümierung hat eine Grenze überschritten», sagt ein Demonstrant. «Mit meiner Teilnahme an der Demo will ich ein Zeichen setzen», so der Deutsche, der seit vielen Jahren in der Gemeinde Schwyz lebt.

Ähnlich drückt es Deborah Schweizer aus: «Wir wollten diesen fasnächtlichen Vorfall nicht stillschweigend tolerieren, sondern zeigen, dass alle Nationalitäten Platz haben im Kanton Schwyz.» Schweizer ist Mediensprecherin des Bündnis Buntes Schwyz, das sich nach der Fasnacht formiert und die Demonstration ins Leben gerufen hat. Mehrere hundert Menschen folgten dem Aufruf und trafen sich um 14 Uhr am Güterbahnhof in Schwyz. Darunter fanden sich zahlreiche Familien mit Kindern.

Flugblatt hetzte gegen Demo

Wegen der Präsenz von einigen Personen aus der rechten Szene musste die Route kurzfristig leicht geändert werden. Kaum losgezogen, kam es zum nächsten Zwischenfall: Etwa zwei Dutzend Rechtsradikale standen am Strassenrand und versuchten, die Kundgebungsteilnehmenden zu provozieren. Es flogen Gegenstände, einige Demonstranten gingen auf die Provokateure los. Doch das Handgemenge konnte innert kürzester Zeit aufgelöst werden. Die Sicherheitskräfte waren stets präsent. «Wir haben mit der Polizei das Sicherheitskonzept vorgängig besprochen», erklärt Schweizer. Ziel sei gewesen, eine gewaltfreie Kundgebung durchzuführen.

Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Antifaschisten.(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)

Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Antifaschisten.(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)

Dies ist grossmehrheitlich auch gelungen. Nach den anfänglichen Zwischenfällen zogen die rund 300 Demonstranten friedlich auf der Bahnhofstrasse Richtung Dorfkern. Auf dem Hauptplatz gab es anschliessend einige kurze Reden, Musik und Spielmöglichkeiten für die Kinder.

Indessen gab es bereits im Vorfeld eine Hetze gegen die Kundgebung. Es waren Flyer im Umlauf, die vor der Demo warnten: «Schützen Sie Ihre Kinder» oder «Parken Sie Ihr Auto nicht entlang der Route». Auf einer Bildmontage waren schwarz vermummte Personen mit Feuerpetarden auf dem Hauptplatz von Schwyz zu sehen. Es stammte höchstwahrscheinlich aus der rechten Szene. «Dies hat einige Schwyzer eingeschüchtert», weiss Schweizer.

Tatsächlich kamen einige Personen aus dem Schwarzen Block – grosse Sachschäden blieben jedoch aus. «Vereinzelte, kleine Beschädigungen wurden schon beobachtet», sagte Polizeisprecher David Mynall auf Anfrage. Die Organisatoren waren über das Erscheinen der Vermummten nicht erfreut: «Sie haben sich angekündigt und wir haben sie gebeten, ohne Vermummung zu erscheinen», erklärt Deborah Schweizer. Dass sie sich nicht daran gehalten haben, sei enttäuschend. Andere Demonstranten bestätigen dies: «Solch schwarze Vermummungen haben nichts mit ‹Schwyz ist bunt› zu tun», sagte ein Teilnehmer. Dies seien keine Einheimischen gewesen, denen es um ein Solidaritätszeichen für Schwyz gegangen sei, ist er überzeugt.

Nach 16 Uhr zogen die angereisten Demonstranten – unter ihnen alle schwarz Vermummten – wieder zurück. Rund hundert Schwyzerinnen und Schwyzer blieben noch eine Weile auf dem Hauptplatz. Um 17 Uhr endete die Kundgebung offiziell. Zurück blieben bunte Kreidezeichnungen auf den Pflastersteinen.

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