Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

75-Jähriger wandert zum 5000. Mal auf den Grossen Mythen

Armin Schelbert feierte am Samstagmorgen einen aussergewöhnlichen Rekord auf dem Schwyzer Hausberg. 5000 Mal ist der gebürtige Muotathaler seit 1999 von der Holzegg auf den Grossen Mythen gelaufen.
Erhard Gick
Beat Steiner, Sepp Camenzind und Markus Kälin tragen den Rekordhalter Armin Schelbert «Der Mensch» die letzten Meter zur Kurve 47 (ins Restaurant) auf Händen. (Bild: Erhard Gick)

Beat Steiner, Sepp Camenzind und Markus Kälin tragen den Rekordhalter Armin Schelbert «Der Mensch» die letzten Meter zur Kurve 47 (ins Restaurant) auf Händen. (Bild: Erhard Gick)

5000 – einfach eine Zahl. Für Armin Schelbert, bekannt als «Der Mensch», ist es eine magische Zahl. Für andere eine unbegreifliche Zahl.

5000 Mal ist der gebürtige Muotathaler, der am 11. März seinen 75. Geburtstag feierte, seit 1999 von der Holzegg auf den Grossen Mythen gelaufen. «Oft bin ich ja schon in der Lauenen bei der Familie Heinzer gestartet», sagt der tausendfache Mythenstürmer.

«Es gibt schon Leute, die haben mich auch schon als Spinner bezeichnet. Dem entgegne ich, dass ich hier dem Berg fast täglich anders begegne, dass ich in den letzten 20 Jahren viele tolle Erlebnisse hatte und ebenso viele interessante Menschen kennengelernt habe. Ich bin hier zu Hause. Der Mythen ist mein Zuhause», sagte Armin Schelbert am Samstagmittag auf dem Mythengipfel. «Mensch» – wie ihn seine Kollegen nennen – ist aber stets bescheiden geblieben.

Im Gipfelrestaurant gratuliert Hans Reichmuth, Präsident der Mythenfreunde. (Bild: Erhard Gick)

Im Gipfelrestaurant gratuliert Hans Reichmuth, Präsident der Mythenfreunde. (Bild: Erhard Gick)

Die fast unglaublichen Zahlen des Mythenstürmers

5000 Mal auf den gleichen Gipfel, das ist Weltrekord oder eine Rekordleistung, reif für einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde. Aber das möchte der bescheidene Zürcher Oberländer mit Muotathaler Wurzeln gar nicht. «Ich bin viel lieber unter meinesgleichen bei einer kleinen Feier und ein paar faulen Sprüchen», witzelt Armin Schelbert. «Mensch» ist dieses Jahr 330 Mal auf dem Grossen Mythen gestanden.

Im Zusammenhang mit seinem verrückten Rekord muss man einfach ein paar noch verrücktere Zahlen erwähnen. Während rund sechs Monaten im Jahr ist der Mythenweg offen. In dieser Zeit läuft der rüstige Rentner täglich bis zu vier Mal von der Holzegg auf den Grossen Mythen. Er erledigt dabei Kurierdienste und ist besorgt, dass sich der Mythen stets in einem guten Licht, sprich sauberer Weg, präsentiert.

Macht man jetzt die Rechnung für die 20 Jahre Mythenbesteigung, so kommt man auf sagenhafte 2,5 Millionen Höhenmeter. Vom Einstieg bis zum Gipfelrestaurant sind es 47 Kurven. «Der Mensch» Armin Schelbert hat 235'000 Mal die Kurve auf den Schwyzer Hausberg genommen.

«Der kann gar nicht mehr geradeaus laufen», scherzten seine Kollegen vom Hunderterclub. Dem gehören übrigens der Schwyzer Sepp Camenzind (Gutterli), Markus Kälin (Wätterli, Alpthal), Beat Steiner (de Steiner, Schübelbach) und Urs Kälin, (Thai, Einsiedeln; er gehört auch dazu, dieses Jahr schaffte er bisher 63 Besteigungen, andere Jahre waren es über 100) an. Sie alle haben den Grossen Mythen zwischen 60 und über 120 Mal dieses Jahr bestiegen.

Solange ich gesund bin, mache ich weiter

Auf dem Gipfel gab es am Samstag für den Gipfelstürmer einen herzlichen Empfang. Hans Reichmuth, Präsident der Mythenfreunde, beglückwünschte das Ehrenmitglied des Vereins persönlich. Gratulationen gab es auch von den Hüttenwirten Frank und Lisa sowie vom Hüttenwart Werner Ruhstaller.

«Der Grosse Mythen ist und bleibt mein Lebensinhalt. So lange, wie es meine Gesundheit zulässt, werde ich auf den Gipfel laufen», gab der Rekord-Gipfelstürmer zu Protokoll. Auf dem Weg zum Gipfel kennt er jeden Baum, jede Kurve, jeden Stein, und sogar die Mythen-Gämsen sollen mit ihm per Du sein.

Für seine 5000 Mal Mythengipfel wurde er denn auch beschenkt. Nebst feinem hochprozentigem Kurvenwasser gab es auch ein Paar Bergschuhe. «Davon brauche ich pro Jahr zwei Paare, länger halten die nicht hin.» Armin Schelbert hat in der Saison 1999 offiziell mit dem Eintragen seiner Läufe ins Gipfelbuch begonnen. Seine Besteigungen sind minutiös dort eingetragen und belegt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.