Militärbus kippt in Schwyz um – fünf Rekruten verletzt

Auf der Grosssteinstrasse hat sich am Donnerstag ein schwerer Unfall ereignet. Ein Militärbus hat sich überschlagen. Ein Dutzend Rekruten wurden ins Spital eingeliefert, viele konnten bald darauf wieder entlassen werden. Vor Ort klären die Ermittler: War der Transporter zu schnell?

Geri Holdener, bote.ch
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Gemäss ersten Informationen war am Donnerstagabend nach 18.15 Uhr ein Militärfahrzeug auf der Grosssteinstrasse in Schwyz verunfallt. Bilder der «Bote»-Wettercam beim Alten Berggasthaus Rotenfluh zeigten, wie kurz nach der Einmündung Grundstrasse ein Gefährt auf der Fahrerseite lag. Konkret hatte sich ein Duro-Mannschaftswagen der Armee überschlagen.

Der Rettungsdienst Schwyz war innert Minuten mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort. Ein Team des Rettungsdiensts Küssnacht kam kurz darauf ebenfalls auf den Platz. Gegen 18.45 Uhr traf eine weitere Ambulanz am Unfallort ein. Den ganzen Einsatz leitete die Militärpolizei. Polizisten der Kapo Schwyz sind zur Unterstützung ausgerückt.

Der Transporter landete auf der Fahrerseite:

Der Transporter kippte links auf die Seite.

Der Transporter kippte links auf die Seite.

Bild: Erhard Gick, Bote der Urschweiz, 8. Oktober 2020

Er war gemäss den Spuren in Richtung Ibach unterwegs. War der Transporter von der Grundstrasse her zu schnell in die enge Einmündung gefahren? Das ist eine der Fragen, die jetzt zu klären ist. Es gibt Berichte, der Chauffeur habe in der Kurve den Randstein touchiert.

12 Personen an der Unfallstelle betreut und hospitalisiert

Um 19.30 Uhr begann die Bergung des überschlagenen Fahrzeugs, wie unser Live-Stream zeigt. An der Bergungsaktion sind ein Abschleppdienst und die Schwyzer Feuerwehr beteiligt. Der betroffene Abschnitt der Grosssteinstrasse bleibt vorerst gesperrt, der Verkehr auf der Grundstrasse läuft.

Im Mannschaftswagen sassen 18 Militärangehörige. Ein «Bote»-Leser berichtete, Rettungskräfte hätten sich auf der Unfallstelle um zwölf Personen gekümmert. Sie alle wurden ins Spital Schwyz gebracht. Laut Angaben eines Armeesprechers müssen vermutlich fünf Soldaten mit leichten bis erheblichen Verletzungen im Spital bleiben, die anderen können entlassen werden. Alle Patienten seien laut dem Sprecher ansprechbar gewesen. Es gab keine Schwerverletzten.

Der Unfall weckt Erinnerungen an den Militärtransporter, der im November 2016 auf der Schlagstrasse in Schwyz umgekippt war. Ein massiver gepanzerter Duro war vermutlich in der Kurve zu schnell und hatte sich überschlagen. Der Unfall forderte damals zehn Verletzte.