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Häme statt Hilfe für verirrte Deutsche im Muotathal

Eine erschöpfte Frau und ihr Hund, verloren im Wald. Die Wandersfrau bittet einen Einheimischen um Hilfe. Aber der Muotathaler ist mit seiner Geduld rasch am Ende. Bei Schwyz Tourismus ist man über den WhatsApp-Clip gar nicht erfreut.
Geri Holdener

In Windeseile verbreitete sich heute ein kurzes Video von einer deutschen Wandersfrau, die sich mit ihrem Hund offensichtlich bei uns im Wald verirrt hat. «Lassen Sie mich hier nicht alleine», bittet sie ausser Atem einen Einheimischen auf dem mühseligen Weg zurück den Hang hinauf. Der Muotathaler reagiert, gelinde ausgedrückt, genervt. Er duzt die Frau und sagt im breitesten Dialekt: «Du hast es ja auch runter geschafft.»

Vendelin Coray, Geschäftsführer der Schwyz Tourismus AG, ist enttäuscht. «Da machen wir Werbung für unsere Region, und dann werden Gäste hier so behandelt.» Über solche Videos, die heutzutage rasend schnell geteilt werden, sei man gar nicht glücklich. «Genau solche Clips untermauern das Vorurteil der unfreundlichen Schwyzer.»

Coray appelliert an ein gewisses Mitgefühl, wenn sich ein fremder Gast nicht zurechtfindet. «Wenn ich im Ausland auf Hilfe angewiesen bin, bin ich auch froh um Respekt.»

Die Wandersfrau und ihr Hund kraxeln den Hang hinauf. Bild: Videostill

Die Wandersfrau und ihr Hund kraxeln den Hang hinauf. Bild: Videostill

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