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Hirschkuh verirrt sich auf Schwyzer Chilbimarkt

Am Montag rannte eine alte, offenbar verwirrte Hirschkuh durch die vom Markt belebte Herrengasse in Schwyz. Sie wurde durch einen Gnadenschuss erlöst.
Franz Steinegger

Nie ist die Herrengasse in Schwyz belebter als am Chilbimontag. Auch diesen Montag schlenderten Tausende entlang der Marktstände. Um 13.15 Uhr rannte plötzlich eine Hirschkuh, von der Schulgasse kommend, in die Menschenmenge. «Sie warf unser Grosskind gleich zu Boden», ­ erzählte eine sichtlich bewegte Frau kurz nach dem Vorfall.

Schliesslich kam das Tier in der Nähe des Spittels zu Boden. Es blutete aus der Nase. Vier Chilbibesucher kümmerten sich um die Hirschkuh, deckten ihre Augen zu, damit sie sich beruhigte. Kurz danach kam die Polizei, sperrte grossräumig ab.

Von Parasiten befallen und abgemagert

Schliesslich wurde der Wildhüter gerufen, der dem Tier vor Ort hinter einer Blache den Gnadenschuss gab, «um es von seinem furchtbaren Zustand zu erlösen», sagt Annemarie Sandor, Leiterin des Amts für Natur, Jagd und Fischerei. «Es handelte sich um eine sehr alte, etwa 15-jährige Hirschkuh. Sie war von Parasiten befallen und stark abgemagert.» Hirsche meiden in normalem Zustand die Nähe des Menschen. Möglicherweise war sie durch ihr Alter und ihren schlechten Zustand verwirrt, was ihr Auftauchen in dieser grossen Menschenmenge begründen mag.

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