Im Gemeindehaus kam es zum «Chlapf»

Die Gemeinderatswahlen vom 17. Mai haben in der Gemeinde Lauerz einen bitteren Nachgeschmack. Karin Moser-Furter, bisher Gemeindekassierin, musste den Hut nehmen. Der Gemeinderat hat sie per sofort freigestellt.

Erhard Gick, Bote der Urschweiz
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Der Lauerzer Gemeinderat kann sich eine weitere Zusammenarbeit mit der Gemeindekassierin nicht mehr vorstellen. Sie wurde freigestellt.

Der Lauerzer Gemeinderat kann sich eine weitere Zusammenarbeit mit der Gemeindekassierin nicht mehr vorstellen. Sie wurde freigestellt.

Bild: Erhard Gick

Eine weitere Zusammenarbeit mit ihr sei leider nicht mehr möglich, nachdem sie sich anlässlich der kommunalen Erneuerungswahlen als Gegenkandidatin zum amtierenden und wiedergewählten Gemeindeschreiber hatte portieren lassen, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. «Sie hat es unterlassen, ihren Arbeitgeber, den Gemeinderat, über diesen Schritt zu informieren, eine Loyalitätsverletzung», begründete Gemeindepräsident Roman Gisler.

«Es trifft zu, dass ich auf der wilden Liste aufgeführt wurde. Das Komitee hat einen alternativen Gemeindeschreiber gesucht und entschieden, wer auf die Liste kommt und wer nicht. Ich wusste bis zum Eintreffen der Liste nicht, dass ich tatsächlich auf der Liste stehe. Dass die Wahl so knapp ausgeht, hätte sich wohl niemand gedacht. Zudem ist es ja immer so eine Sache, ob Kandidatinnen oder Kandidaten wirklich eine Chance haben, überhaupt ‹wild› gewählt zu werden», sagt Karin Moser-Furter auf Anfrage.

Man habe sie auch offiziell aufstellen wollen, nur «dazu habe ich nicht meine Zustimmung gegeben», sagt Moser-Furter. «Bezüglich der wilden Liste hätte ich mich vielleicht distanzieren sollen. Ich habe aber unter diesen Umständen keinen Handlungsbedarf gesehen», sagt sie weiter.

«Gegenüber der Bevölkerung habe ich mich stets loyal verhalten und meine fachlichen Qualitäten jederzeit eingebracht», sagt Karin Moser-Furter abschliessend. Wirklich bitter, denn ihre Qualitäten als Gemeindekassierin in Lauerz waren nie infrage gestellt, der Gemeinderat lobt die Arbeit von Karin Moser-Furter. Lauerz muss jetzt für das Kassieramt nach einer neuen Lösung suchen.