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Im Kanton Schwyz soll mehr Windenergie produziert werden – eventuell auch auf dem Rossberg?

Eine Studie zeigt, wo im Kanton Schwyz sich für die Windenergieproduktion geeignete Flächen befinden.
Sandra Bürgler
Beim Rossberg wären vier Windanlagen technisch möglich, doch es gibt noch Hindernisse. (Bild: Erhard Gick)

Beim Rossberg wären vier Windanlagen technisch möglich, doch es gibt noch Hindernisse. (Bild: Erhard Gick)

Im Kanton Schwyz sind bis heute weder Grosswindanlagen in Betrieb, noch sind Standorte für Windenergieanlagen im Richtplan festgesetzt. Nun soll sich das ändern. In einer von der Energiefachstelle des Kantons in Auftrag gegebene Studie wurden die potenziellen Standorte zur Windenergienutzung neu beurteilt. «Die Resultate der Studie werden für die geplante Richtplanrevision 2020 und die damit verbundenen Verfahren zur Verfügung stehen», erklärt Beat Voser, Leiter der Energiefachstelle des Kantons Schwyz. Die Studie schaffe eine Rahmenbedingung für die Errichtung von Windkraftanlagen. Voser fügt an:

«Projektträger für ein konkretes
Projekt wären dann aber zum Beispiel Elektrizitätswerke, Promotoren oder Private.»

Genügend Windressourcen verfügbar seien in der Linthebene oder im Gebiet Hochstuckli beim Engelstock. Technisch wären im Hochstuckli drei Anlagen möglich, welche rund 15 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren könnten. In der Linthebene Nord und Süd sind es insgesamt zehn Anlagen, was eine Stromproduktion von rund 50 GWh mit sich brächte. An den drei Standorten könnten demnach insgesamt 13 Windenergieanlagen ungefähr 65 GWh Strom produzieren. Damit kann man rund 18'500 Haushalte mit Windstrom versorgen.

Rossberg ist nur unter Vorbehalt geeignet

Nebst diesen geeigneten Gebieten werden drei weitere als geeignet unter Vorbehalt beurteilt: Rossberg, Ufem Tritt/Amselspitz und Beristofel/ Stöcklichrüz. Der Rossberg wird aufgrund der Zugänglichkeit und der Gefährdung der Vögel nicht als geeignet eingestuft. Damit dies geändert werden könnte, müsste der Westteil vom Gnipen Richtung Spitzbühlalp weggelassen und im Ostteil eine Lösung mit dem Vogelschutz gefunden werden. Der Standort Beristofel/Stöcklichrüz wäre geeignet, wenn eine Lösung im Konflikt mit der Zivilluftfahrt gefunden wird und beim Ufem Tritt/Amselspitz müsste die schwierige Zufahrt gemeistert und eine Lösung mit dem Vogelschutz im Südteil gefunden werden.

Falls die Standorte, welche nur unter Vorbehalt geeignet sind, auch genutzt werden könnten, würde sich die Stromproduktion auf rund 155 GWh erhöhen.

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