In Küssnacht kommt es zum Duell zwischen Roland Müller (SVP) und Sibylle Hofer (CVP)

Die Küssnachter Bezirksratswahl geht in eine zweite Runde. Keiner der drei Kandidaten erreichte das absolute Mehr.

Edith Meyer
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Machen es unter sich aus: Roland Müller und Sibylle Hofer.

Machen es unter sich aus: Roland Müller und Sibylle Hofer.

Bild: Edith Meyer (Küssnacht, 17. Mai 2020)

Am besten schnitt Sibylle Hofer von der CVP mit 1634 Stimmen ab. Der Merlischacherin fehlten nur 76 Stimmen zur Wahl. Roland Müller (SVP) aus Küssnacht holte 1542 Stimmen, der parteilose Philipp Räber aus Merlischachen 400 Stimmen. Am 21. Juni kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Sibylle Hofer freut sich auf den zweiten Wahlgang. Sie sei zwar enttäuscht, dass sie es im ersten Wahlgang nicht geschafft habe. Aber sie sei es gewohnt, Extrameilen zu gehen. «Die gehe ich nun auch. Ich gebe Vollgas mit Extraschwung», betont Hofer. Es sei genial, wie viel Unterstützung sie von der Bevölkerung von nah und fern erhalten habe. «Die vielen Stimmen zeigen mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.»

«Man musste damit rechnen, dass es eng werden würde mit dem absoluten Mehr», sagt Roland Müller. Er lag 92 Stimmen hinter Sibylle Hofer. «Darum ist meine Stimmung sehr positiv. Wir setzten nun unsere ganze Energie ein, um die Wähler für den zweiten Wahlgang zu mobilisieren. Mit diesem Resultat muss man erneut kandidieren. Das entspricht meinem Naturell und ich trage Verantwortung gegenüber den Leuten, die mich gewählt haben», fügt Müller hinzu. Da Philipp Räber als parteiloser den Wahlkampf alleine geführt hat, ist er nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse zufrieden: «Für mich persönlich sind die 400 Stimmen ein gutes Resultat. Trotzdem: «Nach der Analyse der Ergebnisse der beiden anderen Kandidaten habe ich mich entschlossen nicht mehr anzutreten», sagt Philipp Räber. Sein Fazit: «Ich verabschiede mich nicht von der politischen Bühne und werde mich weiterhin für die Anliegen der Bevölkerung einsetzen.» Für ihn sei es ein fairer Wahlkampf gewesen, und er habe viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten. Er rechnet mit einer erneuten Kandidatur zu einem späteren Zeitpunkt.

Alle bisherigen Bezirksräte wiedergewählt

Dem Rat steht weiterhin Bezirksammann Armin Tresch (CVP, 3529 Stimmen) vor. Auch die drei bisherigen Bezirksräte haben das absolute Mehr von 1710 Stimmen deutlich erreicht: Bezirksrätin Petra Gamma (CVP, 3403 Stimmen), Bezirksrat Roman Schlömmer (FDP, 3351 Stimmen) und Bezirksrat Oliver Ebert (FDP, 3317 Stimmen) sowie Säckelmeister Peter Küng (FDP, 3525 Stimmen) wurden problemlos ­wiedergewählt. Ebenso Landschreiber Marc Sinoli. Er wurde mit 3533 Stimmen wiedergewählt. Deutlich fiel die Wahl der künftigen Küssnachter Kantonsrichterin aus. Hier siegte Ilaria Beringer (CVP) mit 2065 Stimmen. Pia Christen (FDP) erhielt 1486 Stimmen. Ilaria Beringer ersetzt die bisherige FDP-Kantonsrichterin Hannelore Räber.

Neu als Bezirksrichter gewählt wurden Pirmin Dober (SVP), Michael Annen (CVP), Bruno Hess (CVP) und Andrea Baumann SP und Unabhängige. Daniel Christen (SVP) und Edgar Gwerder (FDP) wurden wiedergewählt. Jörg Looser (FDP) bisher, erreichte zwar das absolute Mehr, ist aber als überzählig ausgeschieden. In ihrem Amt als Vermittler bestätigt wurde Sonja Hofmann (CVP) und neu ihr Stellvertreter Ruedi Beutler (FDP). Die Stimmbeteiligung im Bezirk Küssnacht lag bei 44 Prozent. Am 21. Juni kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Die «chibige Sitzung» findet am 1. Juli statt.