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Joggeli, Pitschi und Globi in Schwyz: Eintauchen in die Welt der Schweizer Bilderbuchhelden

Das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz lässt Kinderaugen leuchten: Es präsentiert die Familienausstellung «Joggeli, Pitschi und Globi - beliebte Schweizer Bilderbücher», bei der auch für Erwachsene etwas dabei ist.

(sda) «Joggelis» Birnbaum, den viele nur aus dem gleichnamigem Kinderbuch von Lisa Wenger kennen dürften, steht neu in Schwyz. Ganz nach dem Vorbild des faulen Knechts im über hundertjährigen Bilderbuchklassiker «Joggeli söll ga Birli schüttle» können sich die Besucher der aktuellen Ausstellung im Forum Schweizer Geschichte unter dem Baum ausruhen - und Hörspielgeschichten lauschen.

Die Ausstellung, die am Donnerstag vorgestellt wurde, widmet sich der langen Schweizer Bilderbuchtradition. Bilderbücher werden oft von Generation zu Generation weitergegeben, im Gegensatz zu anderen Büchern, die im besten Falle irgendwann im Brockenhaus landen.

Und um solche Bilderbuchklassiker von 1900 bis 1967 dreht sich die aktuelle Ausstellung, die bis am 15. März in Schwyz zu sehen ist. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Kinderbuchspezialisten Hans ten Doornkaat und hatte im vergangenen Jahr bereits im Landesmuseum Zürich für Begeisterung gesorgt.

Grafik- und Erziehungsgeschichte

Kinder begegnen Alois Carigiets Schellen-Ursli, Hans Fischers Katze Pitschi oder Robert Lips' Globi auf spielerische Weise, etwa in Globis Postauto, in der Alphütte, wo Trachten zum Verkleiden bereitliegen, oder im Federbett, in dem sich bestens in Büchern blättern lässt.

Die erwachsenen Besucher begegnen ihren einstigen Lieblingsbüchern in kulturellem Kontext. So lenken Erläuterungen zum Entstehungshintergrund den Blick auf die Lebensläufe der Bilderbuchautoren, aktuelle gesellschaftliche Themen und auf die Grafik- und Erziehungsgeschichte.

Denn Bilderbücher waren schon immer Vermittler von Werten und Haltungen und manchmal auch Erzieher, wie bei «Joggeli», der schliesslich von einem bissigen Hund zur Arbeit gezwungen wird. In der Erstausgabe kommt sogar noch ein Henker vor. Dieser wurde aber bald als zu brutal angesehen, so dass er bei späteren Ausgaben gestrichen wurde.

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