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Jugend- und Cyberkriminalität in Schwyz auf dem Vormarsch

Zwar ist im Kanton Schwyz im vergangenen Jahr eine Person getötet worden und zwei Mal blieb es beim Versuch. Dennoch nahmen die Delikte gegen Leib und Leben ab. Ganz anders sieht es im Bereich Cyberkriminalität aus und auch die Jugendlichen waren vermehrt straffällig.
Ein Cyberermittler bei der Arbeit. (Archivbild: Stefan Kaiser)

Ein Cyberermittler bei der Arbeit. (Archivbild: Stefan Kaiser)

(sda) 2018 registrierte die Schwyzer Kantonspolizei 5975 Delikte, was einem Anstieg um 1,8 Prozent oder rund 100 Straftaten gleichkommt, wie die Polizei am Donnerstag mit der Veröffentlichung der Kriminalstatistik mitteilte. 546 Täter waren Jugendliche, das sind gegenüber dem Vorjahr fast 42 Prozent mehr und ist der zweite Anstieg in Folge. Entsprechend stieg auch die Jugendrate auf 13,5 Prozent.

Stark zugenommen hätten die Vergehen im Bereich Cyberkriminalität. Man habe 9,1 Prozent mehr Delikte dieser Kategorie verzeichnet, sagte Stephan Grieder, Chef der Kriminalpolizei, auf Anfrage. Die Zahl der Fälle gab er mit 383 an.

Sie sind etwa bei den Erpressungen anzusiedeln, wo die Zahl von fünf auf 25 stieg. Als Beispiel nannte Grieder die sogenannte «Sextortion», die Cybererpressung mit Bildern und Videos sexuellen Inhaltes. Die Aufklärungsquote sei entsprechend tief, da es sich oft um Täterschaft aus dem Ausland handle. Um dem entgegenzuwirken, baut der Kanton Schwyz einen Fachbereich «Cybercrime» auf, der dem Dienst Wirtschaftsdelikte zugeordnet ist.

Weniger Einbrüche

Mit 2588 Straftaten oder einer Zunahme von 3,8 Prozent machen Delikte gegen das Vermögen einen Grossteil der Straftaten im Kanton Schwyz aus. Gegen Leib und Leben vergingen sich Täter in 239 Fällen, das waren weniger als im Vorjahr.

Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Einbrüche, es waren noch 246. Die Aufklärungsquote liegt hier bei knapp 13 Prozent. Dagegen kam es zu 9 Prozent mehr Sachbeschädigungen, nämlich deren 771.

Abgenommen haben die Betäubungsmitteldelikte, und zwar um rund hundert Fälle auf 1067. Eine Person verstarb am Drogenkonsum, die Polizei stellte wiederum einige Kilogramm der Betäubungsmittel sicher, insbesondere über 20 Kilogramm Marihuana.

Über die Hälfte der Beschuldigten sämtlicher Straftaten sind Schweizer, nämlich fast 58 Prozent. Die Schwyzer Beamten sahen sich in 29 Fällen Drohung und Gewalt ausgesetzt, im Vorjahr waren es noch deren 17 gewesen.

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