Kanton beharrt auf Busschlaufe in Arth

Das Baudepartement des Kantons Schwyz will in Arth eine Buswendeschleife bauen, die in den Bereich des Zugersees hineinragt. Es hat den Nutzungsplan erlassen und die Einsprachen abgewiesen.

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So könnte die Buswendeschlaufe (links) in Arth künftig aussehen.

So könnte die Buswendeschlaufe (links) in Arth künftig aussehen. 

Visualisierung: PD

(adm) Auf 1,8 Millionen Franken soll die neue Buswendeschlaufe zu stehen kommen. Dagegen liefen die Anwohner Sturm. Sie reichten Beschwerden ein und kämpften damit dagegen, künftig zuerst den Bus nach Goldau zu nehmen, um dann im Bahnhof per Zug ins nahe Zug zu gelangen. Selbst die Beteuerungen der Regierung, dass mit dem neuen Regime sogar ein Zeitgewinn verbunden sei, liess den Widerstand nicht erlahmen.

Gemeinde Arth wird neue ÖV-Drehscheibe

Es nützte alles nichts. «Die Buswendeschlaufe ist ein wichtiges Element für das erweiterte Angebot des öffentlichen Verkehrs nach der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels», schreibt das Schwyzer Baudepartement jetzt in einer Stellungnahme. Die Eröffnung des Ceneri-Basistunnels Ende Dezember 2020 werde grosse Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr im ganzen Schwyzer Talkessel haben. Der Bahnhof Arth-Goldau wird zum wichtigsten Knotenpunkt im inneren Kantonsteil. Auch das Busangebot werde ab 2021 auf den Neat-Knoten Arth-Goldau ausgerichtet. Die Gemeinde Arth profitiere in diesem Konzept von zwei zusätzlichen Linien aus dem Talkessel Schwyz und vier Busverbindungen pro Stunde und Richtung zwischen Arth und Goldau, heisst es weiter.

Auch die Gemeinde Arth und die als Landeigentümerin betroffene Unterallmeindkorporation unterstützen das Projekt. Gegen den kantonalen Nutzungsplan wurden zwei Einsprachen eingereicht, die in den Einspracheverhandlungen nicht bereinigt werden konnten. Gegen die Inkraftsetzung des Nutzungsplans kann beim Regierungsrat Beschwerde erhoben werden.