Kanton Schwyz fördert musisch und sportlich begabte Mittelschüler

Der Kanton Schwyz fördert musisch und sportlich begabte Mittelschüler. Mit dem neuen Talent-Angebot erhalten diese ein Jahr mehr Zeit für den Schulabschluss, um ihre Ambitionen im schulischen sowie im sportlichen oder musischen Bereich gleichzeitig zu verwirklichen.

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Theresianum wurde von Lichtkünstler Gerry Hofstetter anlässlich des 150-Jahr Jubiläums in Szene gesetzt. (Bild: Boris Bürgisser, 15. Januar 2010)

Theresianum wurde von Lichtkünstler Gerry Hofstetter anlässlich des 150-Jahr Jubiläums in Szene gesetzt. (Bild: Boris Bürgisser, 15. Januar 2010)

(sda)

Das neue Angebot werde ab dem Schuljahr 2020/2021 an den beiden Kantonsschulen sowie am Theresianum Ingenbohl im Gymnasium sowie an der Fachmittelschule (FMS) eingeführt, wie die Schwyzer Regierung am Montag mitteilte. Bisher gab es für die Mittelschüler aus dem Kanton Schwyz diese Möglichkeit nur an ausserkantonalen Schulen.

Die Förderung der musischen und sportlichen Talenten der Schülerinnen und Schüler in der Volksschule bewirke eine steigende Nachfrage nach einem Anschluss-Angebot auf der Sekundarstufe II, insbesondere im Mittelschulbereich, heisst es weiter.

Die Zulassung erfolgt über das übliche Aufnahmeverfahren für das Gymnasium oder die FMS. Zusätzlich wird der Nachweis einer so genannten Swiss Talent Card oder zumindest die Mitgliedschaft in einem Regionalkader oder in einer musischen Trainingsorganisation verlangt. Es findet ein Aufnahmegespräch statt, in welchem die Eignung und die individuellen Ausbildungsziele abgeklärt werden.

Die schulische Ausbildung dauert ein Jahr länger als üblich, also fünf Jahre am Gymnasium und vier Jahre an der FMS. Denn die Schülerinnen und Schüler haben maximal 25 Pflichtlektionen pro Woche - 10 Lektionen weniger als üblich.

Die Trainingsmöglichkeiten befinden sich grösstenteils an regionalen Leistungszentren im Raum Oberer Zürichsee-Zürcher Oberland einerseits sowie im Raum Zentralschweiz-Luzern andererseits.

Das neue Konzept ist vorerst auf eine Dauer von fünf Jahren ausgelegt. Die finanziellen Konsequenzen für den Kanton seien unter anderem abhängig von der Nutzung der Angebote. Zudem könnten die Beitragszahlungen des Kantons Schwyz an die bisher ausserkantonalen Schulen reduziert werden. Bei einem erfolgreichen Aufbau müssten aber zusätzliche Klassen geführt werden, was zu Mehrkosten führen werde, heisst es weiter.