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Es wird nichts mit der «Spitalhochzeit»: Die Spitäler Lachen und Einsiedeln müssen alleine weiterkämpfen

Die Spitäler Einsiedeln und Lachen werden in Zukunft nicht unter einem Dach
zusammengeführt. Die Fusionspläne werden nicht weiterverfolgt – Gegenwind gabs vor allem von einer Seite.
Jürg Auf der Maur
Das Spital Einsiedeln beim Tag der offenen Tür nach der Sanierung im vergangenen Jahr. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Einsiedeln, 22. September 2018)

Das Spital Einsiedeln beim Tag der offenen Tür nach der Sanierung im vergangenen Jahr. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Einsiedeln, 22. September 2018)

Das Spital Einsiedeln durchlebt im Moment turbulente Zeiten. Erst Mitte März musste die Spitalleitung bekannt geben, dass das kleinste der drei Schwyzer Spitäler in finanzieller Schieflage ist. So müssen Sparmassnahmen ergriffen und 22 der 282 Stellen abgebaut werden, verkündete Stiftungsratspräsident Markus Hauenstein damals.

Trotz eines geglückten 60 Millionen Franken teuren Umbaus weht dem Regionalspital nun also ein scharfer Wind entgegen. Am Donnerstag kam bereits der nächste Schlag: Die Spitäler Lachen und Einsiedeln prüften seit letztem Jahr eine mögliche Fusion. Diese Arbeiten werden aber eingestellt. Es kommt zu keinem Zusammenschluss, wie nun bekannt wurde.

«Das Spital Lachen sah eher die Risiken»

«Wir haben acht bis zehn Themen geprüft. Am Schluss wurde Bilanz gezogen», sagt Hauenstein. Er bedauert, dass die beiden Spitäler sich nicht fanden: «Wir haben das Synergiepotenzial positiv beurteilt und sahen Chancen. Lachen sah eher die Risiken.» Für den Verwaltungsrat des Spitals Lachen sprachen die Zahlen gegen einen gemeinsamen Weg. Wären die finanziellen Ziele nämlich nicht erreicht worden, hätte dies zu höheren Kapitalkosten sowie zu einer Verzögerung des geplanten Bauprojekts führen können, befürchteten die Verantwortlichen. Denn beim Spital Lachen soll in den nächsten zwölf Jahren für 150 Millionen Franken gebaut werden.

«Spital Einsiedeln muss effizienter werden»

Wie geht es nun in Einsiedeln weiter? Erinnerungen an das Jahr 2011 werden wach, als im letzten Moment dank Protesten auf der Strasse die Schliessung des Spitals Einsiedeln verhindert werden konnte. Bedeutet die geplatzte Fusion nun also der Beginn des Endes für das Spital in Einsiedeln?

«Auf keinen Fall», wehrt sich Stiftungsratspräsident Markus Hauenstein vehement. Einsiedeln und auch Lachen sind sich gemäss Mitteilung bewusst, dass es ohne Kooperation für beide anspruchsvoll werde. «Wir müssen effizienter werden.» Geprüft werden trotz Übungsabbruch in den Fusionsverhandlungen weitere alternative Kooperationen. Die beiden Häuser wollen gemäss Medienmitteilung in einem «gesunden Wettbewerb» zueinander auch ohne den Zusammenschluss mittelfristig ihre Existenz sichern. Beide betonen denn auch die positiven Effekte der bisherigen Verhandlungen. Die Spitäler seien enger zusammengerückt, und das «Verständnis und das Wohlwollen füreinander wurden gestärkt». Diese positive Grundlage habe nur durch das gemeinsame Projekt entstehen können.

«Ohne Kooperation wird es für beide Spitäler anspruchsvoll», halten die beiden Regionalspitäler in der Mitteilung gemeinsam fest. Der bisherige Prozess habe aber gezeigt, «dass durchaus in bestimmten Bereichen kooperiert werden kann – mit dem Ziel, die Konkurrenzsituation zu entschärfen». Dabei geht auch die Suche nach anderen Kooperationspartnern weiter, wird in der Medienmitteilung betont: «Alternative Koope­rationspartner müssen geprüft werden.»

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