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Klimadebatte erreicht die Feuerwerkshändler im Kanton Schwyz

Im Zeitalter des Klimawandels ist das Abbrennen von Feuerwerk umstrittener denn je.
Simon Zumbach
Für Händler Robert Keller gehört das Feuerwerk zum Nationalfeiertag einfach dazu. (Bild: Simon Zumbach)

Für Händler Robert Keller gehört das Feuerwerk zum Nationalfeiertag einfach dazu. (Bild: Simon Zumbach)

Der 1. August steht vor der Türe. Für viele Schwyzer darf dabei auch das Feuerwerk nicht fehlen. Jedoch gilt das Abbrennen von Feuerwerk als umweltbelastend. So gelangen durch das Abbrennen viele atembelastende Schadstoffe in die Luft.

Im Zusammenhang mit dem Klimawandel werden Feuerwerkskörper deshalb immer öfters kritisch hinterfragt. So hat die Migros kürzlich entschieden, den Verkauf von Feuerwerk einzustellen. Sind die Tage des Feuerwerks etwa schon bald gezählt? «Das glaube ich nicht», meint Feuerwerkshändler Robert Keller.

Feuerwerk sei eine alte Tradition, die man pflegen müsse. «Es gehört einfach dazu, es ist ein Ausdruck von Lebensfreude», so Keller. Verharmlosen will er den Umweltaspekt aber keinesfalls, denn gewisse Rückstande gebe es immer. Es gehe aber darum, Kompromisslösungen im Einklang mit der Natur zu finden, beispielsweise was die Menge angehe. «Wir müssen sicherlich reduzieren, uns in einem gewissen Rahmen zurückhalten und sicherlich nicht ans Limit gehen», weiss auch der Pyrospezialist.

Umweltschonendere Materialien im Einsatz

Im Bereich des Materials, welches für die Herstellung von Feuerwerkskörpern verwendet werde, habe sich auch durch neue Gesetze bereits einiges getan, sagt Keller.

«Grösstenteils bestehen diese neuen, moderneren Feuerwerkskörper aus abbaubaren Stoffen.» Er persönlich findet diese Entwicklung sehr gut. «Das ist sicherlich richtig so», sagt er. Die heutigen Produkte seien nicht mehr aus Plastik, sondern würden hauptsächlich auf abbaubarer Kartonbasis hergestellt. Früher sei dies noch ganz anders gewesen, als Aluminiumrückstände in die Luft gelangten.

Ähnlich tönt es beim Brunner Feuerwerkshändler Carlo Arioli. «Die, die Feuerwerk mögen, werden auch weiterhin Feuerwerk kaufen, unabhängig von Umweltfragen», meint er. Es sei auch ein Stück weit Tradition. Natürlich müsse man auf die Umwelt achten, die ganze Diskussion um Umweltverschmutzung durch Feuerwerk mache verhältnismässig aber wenig Sinn.

«Wenn ich sehe, was da am Open Air Frauenfeld abgebrannt wurde oder wie es bezüglich CO2-Ausstoss auf Mülldeponien aussieht, wo niemand reklamiert, dann geht etwas nicht mehr auf», findet Arioli. Feuerwerk sei ja nur an sehr wenigen Tagen im Jahr ein Thema. Auch Arioli betont zudem die Entwicklung bei den Herstellungsmaterialien, welche heutzutage fast alle biologisch abbaubar seien.

Carlo Arioli und Robert Keller sehen aber noch einen anderen Aspekt. Würde man Feuerwerk irgendwann komplett verbieten, dann würden auch unzählige Arbeitsplätze verloren gehen. Egal ob Verkäufer, Hersteller oder andere Mitarbeiter in der Branche, für all jene würde das Aussterben des Feuerwerks Folgen haben.

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