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Kanton Schwyz setzt weiter auf Medizinaltechnik

Trotz Rückschlägen: Die Schwyzer Wirtschaftsförderung bleibt ihrem Ziel treu, vom Fänn bis Brunnen ein Medtech-Cluster aufbauen zu können.
Hier im Industriegebiet Fänn ist das Herzstück des Clusters geplant. Bild: Edith Meyer

Hier im Industriegebiet Fänn ist das Herzstück des Clusters geplant. Bild: Edith Meyer

Es tönt beinahe prophetisch, was die NZZ 2015 schrieb. Für sie war klar: Die Geschichte des Medtech-Clusters Schweiz, dass neue und hoch qualifizierte Arbeitsplätze in den Kanton Schwyz bringen soll, sei ein «Lehrstück, was in der Erschliessung neuer industrieller Arbeitsplätze schiefgehen kann». Ein Jahr nach dem Stichtag sei, ausser einer grünen Wiese, im Küssnachter Fänn nichts zu sehen. Wenn es nach den neuesten, überarbeiteten Pläne geht, werde es mindestens zwei Jahre länger dauern, schrieb die NZZ damals.

Schon damals betonte der Schwyzer Wirtschaftsförderer Urs Durrer, dass ein solches Vorhaben nicht von einem Tag auf den anderen umgesetzt werden könne. «Wir sind zuversichtlich, dass es gut kommt», erklärte Durrer. Das Cluster-Projekt sei vom Kanton losgelöst und wachse Schritt um Schritt. Vorgesehen ist, dass das Küssnachter Industriegebiet Fänn das Herzstück des Clusters ist, das die gesamte Gesundheitsbranche umfasst. Das Cluster ist international vernetzt und umfasst über 130 Mitglieder mit zwölf Partnerschaften aus dem deutschsprachigen Ausland.

Die Geschichte des MedClusters ist bisher von schweren Rückschlägen geprägt. Nachdem noch im September 2015 der Bau von zwei Gebäuden für den MedTechpark angekündigt wurde, hat der Tod von Georg Schinko, der treibenden Kraft hinter dem Grossprojekt, ein jähes Bremsmanöver eingeleitet. Bis heute ist in Küssnacht ausser einer leeren Brache, auf dem die Gebäude hätten erstellt werden müssen, nichts zu sehen. Damit lassen auch die erwarteten 1400 Arbeitsplätze, die in diesen Gebäuden hätten realisiert werden sollen, weiterhin auf sich warten.

Schlimmer noch: Anfang Juli kam ein weiterer bitterer Rückschlag für das ehrgeizige Vorhaben. Der deutsche Pharma- und Gesundheitskonzern Gerresheimer kündigte die Schliessung seiner Produktion im Fänn an. Damit werden bis 2019 sämtliche 110 Arbeitsstellen gestrichen. Die ersten 20 Mitarbeitenden müssen ihren Job noch im August aufgeben, gab der deutsche Konzern kürzlich bekannt.

«Unser Bestreben geht weiter»

Ist damit das Ende des MedTech-Traums vollständig eingeläutet? Nein, sagt Urs Durrer vom Schwyzer Amt für Volkswirtschaft heute: «Unser Bestreben geht natürlich weiter.» Ziel sei, im ganzen inneren Kantonsteil Firmen aus dieser Branche anzusiedeln.

Das Cluster soll bekanntlich nicht nur das Fänn betreffen, sondern auch in den vorgesehenen Entwicklungszentren in Goldau, Schwyz oder Brunnen angesiedelt sein. Doch auch hier, wie in Küssnacht, sind vorerst noch zahlreiche Hürden zu überwinden. Auch in Küssnacht müssen die Weichen gestellt werden. «Hier muss der Autobahn-Zubringer zuerst ausgebaut werden», gibt sich Urs Durrer kämpferisch.

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