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Sommerlager der Auslandschweizer: Kinder aus aller Welt in Einsiedeln

Schweizer Kinder, die im Ausland leben, sollen den Bezug zur Heimat nicht verlieren. 42 von ihnen lernen sie nun den Kanton Schwyz besser kennen.
Lena Berger
Wanderung der Auslandschweizer Kinder nach Luzern. (Bild: PD (3.8.18))

Wanderung der Auslandschweizer Kinder nach Luzern. (Bild: PD (3.8.18))

Fast 800 000 Schweizer leben kurz- oder langfristig im Aus- land – das entspricht beinahe zehn Prozent der Bevölkerung. Darunter sind auch viele Kinder, die in einem anderen Land geboren wurden und ihre Wurzeln daher vielleicht gar nicht richtig kennen. Die Stiftung für junge Auslandschweizer hat es sich zum Ziel gesetzt, das zu ändern. 340 Auslandschweizer-Kinder reisen dieser Jahr für ein Sommerlager in die Schweiz – 42 von ihnen aus 13 verschiedenen Nationen sind derzeit in Einsiedeln.

Die meisten kommen aus Spanien (9) und den USA (8). Danach folgen Schweizer Nachbarländer wie Italien (6), Frankreich (5) und Deutschland (3). Aber auch Kinder aus fernen Gefilden wie den Bahamas (2), Mexiko (2), Bahrain (1), Jamaica (1) Malaysia (1), Peru (1), und Tansania (1) und Tschechien (1). In den zwei Wochen sollen sie Wissenswertes über die Schweiz und ihre Einwohner erfahren und erleben. Es werden Sehenswürdigkeiten besichtigt, kleine Wanderungen unternommen, aber auch Städte besucht. Zudem stehen Schweizer Lieder, Schweizer Kochrezepte sowie typisch schweizerische Spiele auf dem Ferienprogramm.

Die Stiftung für junge Auslandschweizer wird dieses Jahr 100 Jahre alt. Entstanden ist die Idee nach dem Ersten Weltkrieg. Viele Gebiete in Europa waren damals von den Kriegsfolgen und Lebensmittelmangel betroffen. Deshalb entschloss sich 1917 eine Basler Gruppe, 280 notleidende Kinder von Schweizer Familien aus Deutschland in die Schweiz zu holen. 1918 formierte sich dann die «Schweizerhilfe» mit dem Ziel, dieses Engagement weiterzuführen und zu finanzieren. Während des Zweiten Weltkriegs wurden mehr als 4000 Auslandschweizer-Kinder Gastfamilien in allen Landesteilen zugeteilt.

Auch Kinder aus armen Familien sollen kommen

Heute steht eher eine staatsbürgerliche Idee im Vordergrund, wie Simon Küchler vom Kantonalkomitee Schwyz sagt. «Es geht darum, dass die Kinder weiterhin ­einen Bezug zu ihrer Heimat haben.» Das Soziale spielt allerdings weiterhin eine Rolle. Eltern in einer stabilen finanziellen Situation bezahlen die Anreise und die Kosten für das Lager zwar inzwischen selber. «Aber auch Kinder von Alleinerziehenden und Familien mit knappen Mitteln sollen mitmachen können», so Küchler. Dafür sammle die Stiftung Spenden. In der Zentralschweiz ist die Stiftung junger Auslandschweizer noch in den Kantonen Schwyz und Zug vertreten. In Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden gibt es keine Vertretung mehr.

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