Schwyz

Schwierige Lage der Gastro-Unternehmen ruft einen runden Tisch auf den Plan - Kanton will sich an Härtefallpaket beteiligen

Am Freitagmorgen trafen sich eine Delegation von Gastro Schwyz mit den Vorstehern des Volkswirtschaftsdepartements und des Finanzdepartements zu einem runden Tisch. Die schwierige Lage der Schwyzer Gastro-Unternehmen und der Bedarf an Unterstützungsmassnahmen wird breit anerkannt - und unterstützt.

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(stg) Der Bundesrat will nächste Woche allenfalls im Zuge der Corona-Massnahmen die Schliessung zahlreicher Betriebe – darunter insbesondere Gastronomieunternehmen – bis Ende Februar 2021 verlängern. Vor diesem Hintergrund trafen sich am Freitag Vertreter von Gastro Schwyz unter dem Präsidenten Marco Heinzer sowie Volkswirtschaftsdirektor Andreas Barraud und Finanzdirektor Kaspar Michel zu einer Aussprache, wie der Kanton Schwyz am Freitag mitteilt.

Ergebnis: Der Kanton sei sich der schwierigen Lage der behördlich geschlossenen Branchen bewusst und erachte es als wichtig, dass die betroffenen Betriebe rasche und pragmatische Unterstützung erhalten. In diesem Bereich sei insbesondere der Bundesrat gefordert, der die behördliche Schliessung zu verantworten hat.

Gastro Schwyz fordert finanzielle Unterstützung

Die Vertreter von Gastro Schwyz anerkennen die Bemühungen des Regierungsrates und zeigen Verständnis für die demokratischen Rahmenbedingungen, an die sich der Kanton Schwyz in seinen Massnahmen zu halten hat. Gastro Schwyz fordere jedoch gleichzeitig und unmissverständlich, dass die geschlossenen Betriebe finanziell unterstützt werden. Vorzugsweise soll dies in einer gerechten und schnellen gesamtschweizerischen Lösung umgesetzt werden.

Das Volkswirtschaftsdepartement prüfe nun parallel zum vom Bund angekündigten zweiten Härtefallpaket, wie die betroffenen Schwyzer Betriebe kurzfristig und passend finanziell unterstützt werden könnten. Der Bundesrat hat in Aussicht gestellt, dass er kommende Woche voraussichtlich Lockerungen der Härtefallregelung beschliessen wird. Die vereinfachten Beitragsvoraussetzungen sollen insbesondere den derzeit geschlossenen Betrieben zugutekommen.

Das Volkswirtschaftsdepartement strebe eine Beteiligung an diesem zweiten Härtefallpaket sowie die zügige Abwicklung der entsprechenden Gesuche an. Des Weiteren würden seitens des Volkswirtschaftsdepartements auch mögliche Branchenlösungen geprüft. Die betroffenen Unternehmen sollen nach Möglichkeit zeitnah über zusätzliche Liquidität in Form von nicht rückzahlbaren Beiträgen verfügen können. Die vereinfachte Kurzarbeitsentschädigung sowie die Corona-Erwerbsersatzentschädigung werden uneingeschränkt weitergeführt, heisst es in der Mitteilung weiter,