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Küssnacht erhält Baubewilligung für die neue Zentrumsplanung

Die im Rahmen der öffentlichen Auflage gegen die neue Zentrumsplanung eingereichten Einsprachen sind erstinstanzlich entschieden. Dem Bezirk Küssnacht wurde die Baubewilligung erteilt.
Visualisierung der Bahnhofstrasse in Küssnacht- (Bild: PD)

Visualisierung der Bahnhofstrasse in Küssnacht- (Bild: PD)

(zim) Mit Eingabe vom 28. September 2018 ersuchte der Bezirk Küssnacht als Bauherr um Erteilung der Baubewilligung für die neue Zentrumsgestaltung Küssnacht auf den gemäss Übersichtsplan definierten Grundstücken. Von diesem Projekt sind rund 150 private Grundeigentümer und viele Ladenbesitzer direkt betroffen, wie der Bezirk Küssnacht mitteilt. Mit der überwiegenden Mehrzahl von ihnen seien persönliche Gespräche geführt worden.

Im Rahmen der Mitwirkung haben auch Organisationen und Kommissionen Stellungnahmen eingereicht. Der Bezirksrat und die Planer hätten dabei versucht, die Anliegen so gut wie möglich zu berücksichtigen.

Das Bauvorhaben wurde im Amtsblatt vom 28. September 2018 öffentlich publiziert. Innert der festgelegten Frist gingen elf öffentlich-rechtliche Einsprachen ein. Diese wurden wie folgt entschieden:

  • Eine Einsprache wurde gutgeheissen
  • Eine Einsprache wurde teilweise gutgeheissen, teilweise abgewiesen
  • Auf eine Einsprache wurde nicht eingetreten
  • Zwei Einsprachen wurden zurückgezogen
  • Sechs Einsprachen wurden abgewiesen.

Einwände von Procap in vielen Fällen berücksichtigt

Zu den Einsprechern gehörte auch die Selbsthilfeorganisation Procap, welche sich in der Schweiz für Menschen mit Behinderungen einsetzt. Während dreier Sitzungen wurde laut Mitteilung mit Vertretern der Procap und den beigezogenen Planern nach einvernehmlichen Lösungen gesucht. Zudem seien die Planer beauftragt worden, die Vorschläge der Procap in technischer Hinsicht vertieft abzuklären. In vielen Punkten sei der Bezirk der Procap entgegengekommen und habe die Planung angepasst.

Bei den Haltestellen mit einer geforderten Höhe von 22 Zentimetern habe allerdings keine Einigung erzielt werden können. Die Abklärungen hätten gezeigt, dass an städtebaulich sensiblen Orten aus Gründen der Verhältnismässigkeit kein niveaugleicher Zugang in den Bus möglich ist. Haltestellenkanten mit einer Höhe von 22 Zentimetern könnten für Fussgänger ein Problem darstellen. Wenn der Bus nicht zentimetergenau in die Haltestelle einfahre, bestehe sogar das Risiko, dass die Passagiere in den Spalt zwischen Kante und Bus träten. Zudem wären Kanten mit dieser durchgehenden Höhe wegen Zufahrten zu Quartierstrassen und zu privaten Liegenschaften ohnehin nicht an allen Haltestellen umsetzbar. Aus diesen Gründen sei die Einsprache nur teilweise gutgeheissen worden.

Dem Bezirk Küssnacht wird die Baubewilligung für die neue Zentrumsgestaltung auf den definierten Grundstücken, gestützt auf die Erwägungen und unter den darin enthaltenen Auflagen und Nebenbestimmungen, erteilt. Voraussetzung sei eine kantonale Bewilligung. Dazu liegt laut Mitteilung ein kantonaler Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 11. Juli 2019 vor.

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