Seebodenalp erhält eine neue Strasse

Die Küssnachter Bevölkerung sagt deutlich Ja zur Sanierung der 107-jährigen Strasse auf die Seebodenalp. Die Arbeiten starten im Herbst

Edit Meyer
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Die Seebodenstrasse – hier bei einem Oldtimer-Rennen 2017 – ist in einem schlechten Zustand.

Die Seebodenstrasse – hier bei einem Oldtimer-Rennen 2017 – ist in einem schlechten Zustand. 

Bild: Roger Grütter

Die Küssnachter Stimmberechtigten haben am Sonntag den Verpflichtungskredit von 7 Millionen Franken für die Sanierung der Seebodenstrasse mit 2749 Ja- gegen 1097 Nein-Stimmen klar bewilligt. «Wir freuen uns, dass wir das Projekt gut erklären konnten und die Stimmbürger die Notwendigkeit der Sanierung der Seebodenstrasse erkannt haben», sagte Bezirksrat René Hunziker.

Die Strasse auf die Seebodenalp wurde im Jahr 1913 durchgehend für den Autoverkehr ausgebaut – zunächst als Naturstrasse, bis in die Sechzigerjahre wurde sie dann sukzessive asphaltiert. In den vergangenen Jahren kam es regelmässig zu Hangrutschungen und Setzungen. Die Seebodenstrasse zeigt sich als Flickwerk. Denn in den letzten Jahren wurde immer wieder nur das Notwendigste gemacht, Entwässerungen wurden gebaut und der Strassenbelag nur punktuell saniert. Nun sollen die Verkehrssicherheit und der Umweltschutz verbessert werden. Das umfassende Sanierungsprojekt beinhaltet unter anderem, bestehende Kreuzstellen zu verbessern. Einige der Kreuzungsstellen bildeten sich über die Jahre, wurden aber nie vermessen und erfasst. Diese sollen nun offizialisiert werden. An manchen Stellen werden minimale Landerwerbe nötig. Das Projekt sieht vor, dass die Seebodenstrasse ab der Höhe Knochenstampfi in Etappen saniert wird. Die Strasse wird weder verbreitert noch ausgebaut. Es ist auch kein Ausbau vorgesehen, welcher ein Kreuzen über die ganze Strecke ermöglicht. Die Totalsanierung des Strassenkörpers umfasst den teilweisen Ersatz der Fundation, die Erneuerung des Oberbaus, das Anbringen von Randabschlüssen in den Schutzzonen und die Anpassung der Entwässerung.

Die Seebodenstrasse ist sanierungsbedürftig.

Die Seebodenstrasse ist sanierungsbedürftig. 

Bild: PD

Autos sollen auch mit Lastwagen kreuzen können

Der Belag soll mit einem zweischichtigen Asphalt erstellt werden. Die Strasse wird so gebaut, dass sowohl eine Schwarz- wie auch eine Weissräumung möglich ist. Das Sanierungsprojekt umfasst zudem neue Stützmauern zur Hangsicherung. Das Kreuzen von PW auf Sicht und das Kreuzen von PW mit LKW auf längerer Distanz soll gewährleistet werden. Für die Verbesserung der Fussgängersicherheit wird das Trottoir von der Höhe Knochenstampfi bis zum Tällerenweg verlängert. Um das Hangwasser abzufangen und das Oberflächenwasser im unteren Bereich abzuleiten, müssen 500 Meter Entwässerungsleitungen verbaut werden.  Der Baubeginn für die Strassensanierung ist noch nicht klar definiert: «Wir hoffen, dass wir im Herbst anfangen können», sagt René Hunziker. Ziel sei es, dass die Arbeiten 2021 beendet seien. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wird es zu Strassensperrungen kommen. Auch hängt der Baufortschritt stark von der Witterung ab. Zudem könnte es im oberen Bereich, wo die Bauarbeiten die Grundwasserschutzzonen tangieren, leicht zu längeren Verzögerungen kommen.

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