Landwirtschaft
Älpler planen Käserei auf der Rigi

Die Unterallmeindkorporation Arth will sich am innovativen Projekt als Aktionärin beteiligen.

Erhard Gick, Bote.ch
Merken
Drucken
Teilen
Auf der linken Seite des Hotels Rigi First soll das Käselager (Neubau) und im Untergeschoss die Alpkäserei entstehen.

Auf der linken Seite des Hotels Rigi First soll das Käselager (Neubau) und im Untergeschoss die Alpkäserei entstehen.

Bild: Erhard Gick

Bisher ist es eine IG Alpmilch Rigi um die beiden Co-Präsidenten Oswald Schnüriger und Matthias Annen, welche die Idee einer Alpkäserei auf Rigi First ermöglichen will. Mit ins Boot geholt soll aber auch die Unterallmeindkorporation Arth (UAK). Aus der IG soll nämlich schon bald eine Aktiengesellschaft werden, und die will nicht nur Milch auf den Rigi-Alpen produzieren, sondern sie auch gleich zu köstlichem Alpkäse verarbeiten. Pius Betschart, Geschäftsführer der UAK, sagt:

«Neun Milchbauern liefern heute ihre Milch ins Tal ab. Seit gut zwei Jahren ist es ein Thema, die Milch direkt auf der Rigi in einer eigenen Käserei zu verarbeiten.»

UAK-Präsident Ruedi Annen ist Feuer und Flamme für das Projekt. «Wenn alles rundläuft, könnte das Projekt bereits 2024 starten. Für unsere Korporation ist dies eine Wertschöpfung für unsere Alpen.»

Jährlich rund 300 Tonnen Milch zu Käse verarbeiten

Pius Betschart ist überzeugt, dass Rigi First, wo die Alpkäserei entstehen soll, ein idealer Standort ist:

«Die First ist von allen Seiten ideal zugänglich und gut erschlossen. Eine Verarbeitung der Milch vor Ort ist auch ökologisch sinnvoll.»

Gebaut werden soll die Käserei in einem Teil des heutigen Hotels Rigi First. Dazu Ruedi Annen:

«Die Produktion könnte in den Kellerräumlichkeiten des Hotels, Richtung Wölfertschen, untergebracht werden. Für das Käselager würde ein Anbau an das heutige Hotel erstellt.»

Mit dem Bau der Käserei würden viele Transporte nach Lauerz/Goldau entfallen, sie könnten auf ein Minimum beschränkt werden. Die Nachhaltigkeit würde damit deutlich verbessert, sind Ruedi Annen und Pius Betschart überzeugt. Anfänglich sollen rund 260000 Kilogramm Milch verarbeitet werden, mit Steigerungspotenzial auf über 300 Tonnen.

UAK will sich als Aktionärin und Landgeberin beteiligen

Den Korporationsbürgern sollen jetzt zur Korporationsgemeinde vom 28. April zwei wesentliche Geschäfte unterbreitet werden. Die UAK will sich mit einem Aktienkapital von rund 100000 Franken an der AG beteiligen. Geplant ist eine Zeichnung von Aktien von rund 400000 Franken. Älpler und auch die Rigi Bahnen sollen sich daran beteiligen. Die Produzenten sollen aber die Stimmmehrheit behalten. Um das Projekt jedoch umsetzen zu können, benötigt die heutige IG Alpmilch Rigi eine Landparzelle. Die UAK will deshalb der Alpkäserei diese 313 Quadratmeter zur Verfügung stellen. Das Land ist zur Arrondierung der Alpkäserei nötig. VRP Ruedi Annen und Geschäftsführer Pius Betschart sind überzeugt, dass sie auch die Korporationsbürger der UAK von dieser einzigartigen Chance auf der Rigi werden überzeugen können.

Nebst diesen beiden Geschäften wird nun ein Vorprojekt vorbereitet. Es ist dann Grundlage für den Bau der Alpkäserei. Das Projekt muss allerdings noch eine Hürde nehmen, es braucht den Segen des Kantons und des Bundes. Die Initianten sind überzeugt, dass sie die Voraussetzungen dafür erfüllen.