«Lok 7»
Bundesrätin Sommaruga eröffnet Rigi-Jubiläum

Am 21. Mai wird Bundesrätin Simonetta Sommaruga die Erstfahrt der revidierten Lok 7 begleiten.

Jürg Auf der Maur
Merken
Drucken
Teilen
Ein Mann bei Revisionsarbeiten im Depot der Rigi-Bahnen in Goldau.

Ein Mann bei Revisionsarbeiten im Depot der Rigi-Bahnen in Goldau.

Bild: Pius Amrein (Goldau, 23. Februar 2021)

Die Rigi-Bahnen werden diesen Monat das 150-Jahr-Jubiläum eröffnen. Auftakt und erster Höhepunkt sind die Feierlichkeiten am 21. Mai. Dann wird auf der Königin der Berge eine kleine Festgemeinde vor Ort sein und die Lok-7-Erstfahrt offiziell begleiten.

Coronabedingt ist die Festgemeinde allerdings auf wenige Namen beschränkt. Dafür gelang es den Verantwortlichen, eine umso prominentere Gästeschar auf den Berg zu locken. Die Erstfahrt der revidierten Lok 7, die eigens für die Jubiläumsfeierlichkeiten aus dem Verkehrshaus in Luzern wieder auf den Berg geholt wurde, wird unter dem Beisein von Bundesrätin Simonetta Sommaruga und SBB-CEO Vincent Ducrot stattfinden.

Jubiläum als grosse Chance für die Rigi-Bahnen

Vom 22. bis 24. Mai soll dann die rund um die Rigi ansässige Bevölkerung auf dem Berg begrüsst werden. «Das 150-Jahr-Jubiläum ist für uns eine grosse Chance», sagt Ivan Steiner, Leiter Marketing und Verkauf bei den Rigi-Bahnen. Das Festprogramm sei laufend den geltenden Corona-Regeln angepasst worden.

Die Lok 7 wurde unter der Federführung des Goldauer Dampffreaks und Rigibähnlers Martin Horat wieder auf Vordermann gebracht und kürzlich vorgestellt. Nun wird sie noch diesen Monat erneut auf dem Berg in Betrieb gesetzt. Dass mit Simonetta Sommaruga gleich eine Bundesrätin an der Erstfahrt der Lok7 mitmacht und damit auch den Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten begleitet, ist nicht selbstverständlich. Es zeigt aber nicht zuletzt die Bedeutung, welche die Rigi als Königin der Berge national und international geniesst.

Dazu kommt, dass Sommaruga enge familiäre Beziehungen in der Gemeinde Arth hat und in Arth auch am 22. Mai einen öffentlichen Auftritt haben wird. Dort wird die Arther Baumallee eröffnet.

Der Rigi-Besuch ist trotzdem so etwas wie ein Strategiewechsel im Bundesrat. Als in Goldau im Jahr 2002 das 200-jährige Gedenken an den Goldauer Bergsturz begangen wurde, konnte niemand aus dem Bundesrat zur Teilnahme an den Feierlichkeiten motiviert werden, obwohl der Bergsturz bis heute die grösste Naturkatastrophe der Schweiz mit 457 Toten ist. In Goldau an der Feier präsent war quasi die achte Bundesrätin, die damalige Bundeskanzlerin Annemarie Huber Hotz.