Schwyzer Stromversorger will Konzession für Muotakraftwerke verlängern

EBS Energie AG will die Konzession für die Wasserkraftwerke an der Muota vorzeitig um 80 Jahre verlängern. Betroffen sind sieben Wasserkraftwerke. Für den Erhalt der Stromproduktion sind Investitionen von 150 Millionen Franken geplant.

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Das Kraftwerk Bisisthal. (Bild: EBS Energie AG)

Das Kraftwerk Bisisthal. (Bild: EBS Energie AG)

Die Konzession für die Muotakraftwerke läuft 2030 aus. Bereits seit 2009 laufen die Vorbereitungsarbeiten für die Konzessionerneuerung, wie EBS Energie am Mittwoch anlässlich der öffentlichen Auflage des Konzessionsgesuchs mitteilte. Man habe seither bereits 11 Millionen Franken in die Planung investiert, sagte Theo Baumann von EBS auf Nachfrage.

Ziel sei in erster Linie der Erhalt der bestehenden Anlagen. Ein punktueller Ausbau sei vorgesehen. Es entstünden aber keine neuen Anlagen. Um Sicherheit für künftige Investitionen zu haben, strebt das Unternehmen eine vorzeitige Verlängerung der Konzession an. Laut Baumann schätze man den Investitionsbedarf auf 150 Millionen Franken.

Das Konzessionsgesuch enthält unter anderem den Entwurf der Konzessionsurkunde, die technischen Berichte über die Ausbauprojekte, die Umweltverträglichkeitsberichte sowie Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen inklusive Schutz- und Nutzungsplanung. Das Gesuch liegt während 30 Tagen öffentlich auf. Die Konzession erteilen schliesslich die Stimmberechtigten des Bezirks Schwyz, der Regierungsrat genehmigt sie.

Die EBS betreibt sieben Wasserkraftwerke entlang der Muota. Neben der Konzessionserneuerung sind zwei weitere Verfahren zur Restwassersanierung und zur Sanierung der Kraftwerke nötig. Die Verfahren würden koordiniert, weil gegenseitige Abhängigkeiten bestehen und man die Wirkung der Massnahmen gesamthaft sicherstellen wolle.

Die Muotakraftwerke produzieren jährlich rund 224 Gigawattstunden Strom, was dem Strombedarf von über 50'000 Haushaltungen entspricht. Da die Energie hauptsächlich während der Schneeschmelze und im Sommerhalbjahr anfällt, wird der restliche Viertel für Termingeschäft als Absicherung der Energielieferung in den Wintermonaten verwendet.