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Neues Heim für Bartgeier im Tierpark Goldau

Erst war sie Gesprächsthema, dann wurde sie geplant, und am Dienstag folgte nun der grosse Freudentag im Tierpark Goldau. Die neue Zuchtstation der Bartgeier durfte eingeweiht werden.
Erhard Gick

«Sie ist multifunktional, dient uns als Zuchtstation und entspricht unserem Anliegen, dass der Tierpark Goldau ein Tier-, Natur- und Artenschutzzentrum ist», sagte Anna Baumann, Direktorin des Tierparks Goldau, vor versammelter Festgemeinde. In einem schlichten Rahmen konnte die neue Bartgeierzuchtstation ausserhalb des Tierparks in Betrieb genommen werden. Die Zuchtstation dient den Bartgeiern als neues Zuhause.

«Seit nunmehr 20 Jahren kümmert und beteiligt sich der Tierpark Goldau erfolgreich an der Zucht von Bartgeiern. Heute, mit der Einweihung unserer Zuchtstation, dürfen wir einen neuen Meilenstein feiern», so Anna Baumann. Unter ihrem Vorsitz pflegt der Tierpark Goldau ein erfolgreiches Aufzuchtprogramm. Bis im letzten Jahr wurden 223 junge Bartgeier im Alpenraum ausgewildert. Viele der Jungtiere wurden in Goldau auf ihre grosse Freiheit vorbereitet.

Umfangreiche Planung für neue Zuchtstation

So einfach habe es sich der Tierpark Goldau mit dem Neubau der Zuchtstation nicht gemacht, wusste Joe Michel, Leiter Bau und Infrastruktur des Tierparks, zu berichten. «Im Prozess der Erneuerung wussten wir, was wir wollen, mit klaren Vorgaben haben wir uns an den Neubau der Voliere gemacht. Am Ende entstand eine nachhaltige Lösung mit Lärchenholz. Sechs Volieren stehen uns derzeit in der Zuchtstation zur Verfügung», erklärte Joe Michel. Die Volieren sind mit einem Wasser- und einem Schlammbecken ausgestattet. «Ansonsten haben wir die Volieren bewusst schlicht gestaltet, so, wie es die hochalpine Gegend, in der sich der Bartgeier in der freien Natur aufhält, bietet», sagte Martin Wehrle, Tierarzt und Kurator des Tierparks.

Ein junger Bartgeier in der neuen Bartgeier-Zuchtstation des Tierparks Goldau. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 4. Juni 2019)Ein junger Bartgeier in der neuen Bartgeier-Zuchtstation des Tierparks Goldau. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 4. Juni 2019)
Aussenansicht der neuen Zuchtstation. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 4. Juni 2019)Aussenansicht der neuen Zuchtstation. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 4. Juni 2019)
Ein Maschendrahtzaun schützt die in der Zuchtstation des Tierparks Goldau lebenden Bartgeier vor dem Marder. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 4. Juni 2019)Ein Maschendrahtzaun schützt die in der Zuchtstation des Tierparks Goldau lebenden Bartgeier vor dem Marder. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 4. Juni 2019)
Ein Bartgeier in der neuen Aufzuchtstation des Tierparks Goldau. Neben einer imposanten Spannweite sind rote Augen und ein Bärtchen die Kennzeichen des vor hundert Jahren zu Unrecht als Lämmerdieb verfolgten Greifvogels. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 4. Juni 2019)Ein Bartgeier in der neuen Aufzuchtstation des Tierparks Goldau. Neben einer imposanten Spannweite sind rote Augen und ein Bärtchen die Kennzeichen des vor hundert Jahren zu Unrecht als Lämmerdieb verfolgten Greifvogels. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 4. Juni 2019)
Die neue Bartgeier-Zuchtstation des Tierparks Goldau ist karg eingerichtet, wie es dem Lebensraum des Greifvogels entspricht. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 4. Juni 2019)Die neue Bartgeier-Zuchtstation des Tierparks Goldau ist karg eingerichtet, wie es dem Lebensraum des Greifvogels entspricht. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 4. Juni 2019)
5 Bilder

Neue Zuchtstation für den «König der Lüfte» in Goldau

Ein Bau für mindestens 15 Jahre

In den Volieren können die Bartgeierpaare ideal ihre Jungtiere aufziehen. Die einzelnen Areale der Zuchtstation sind mit Sichtschutz versehen, da Bartgeier nicht brüten, wenn andere Vögel in ihren Horst sehen können. «Jeweils zwei Areale können miteinander verbunden werden», sagte Joe Michel. So könnten auch andere Vogelarten und Tiere in den Arealen aufgezogen werden. Gegenwärtig ist auch ein wilder Luchs aus dem Luzernbiet Gast in einer der Volieren. Für den Bau der Zuchtstation budgetierte der Tierpark Goldau 430 000 Franken. «Wir haben eine Punktlandung erreicht», so Michel weiter. Auch dieses Bauvorhaben konnte der Tierpark unter anderem dank Spenden und vor allem grosszügiger Unterstützung Dritter realisieren.

Bartgeierjungtiere im Tierpark Goldau

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