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Olympia 2026: Schwyzer Regierung ist gegen Durchführung in der Schweiz

Trotz grundsätzlicher Sympathie spricht sich die Schwyzer Regierung gegen Olympische Winterspiele in der Schweiz aus. Sie führt dabei vor allem finanzielle Gründe ins Feld. Ein Schwyzer Ständerat kann das überhaupt nicht verstehen.
Kilian Küttel
Pirmin Zurbriggen symbolisch mit der Olympischen Flamme auf dem Matterhorn. | Bild: Valentin Flauraud / Keystone (Zermatt, 8. Februar 2018)

Pirmin Zurbriggen symbolisch mit der Olympischen Flamme auf dem Matterhorn. | Bild: Valentin Flauraud / Keystone (Zermatt, 8. Februar 2018)

Am 10. Juni wird sich der Kanton Wallis an der Urne entscheiden, ob er für die Olympischen Spiele kandidieren und die entsprechenden Mittel bereitstellen wird. Die Vorlage «Sion 2026» ist im Standortkanton umstritten, Gegner und Befürworter halten sich gemäss Umfragen die Waage, zuverlässige Prognosen gibt es nicht. Umso klarer festgelegt hat sich bereits die Schwyzer Regierung. «Bei aller grundsätzlichen Sympathie gegenüber der Idee der Organisation Olympischer Winterspiele in der Schweiz» lehnt sie dieses Vorhaben ab.

Regierung befürchtet hohe Kosten

Letztlich würden «Argumente überwiegen, die gegen die Austragung eines solchen Grossanlasses in der Schweiz sprechen», hält sie in ihrer Antwort auf entsprechende Fragen des Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport fest. Gegen «Sion 2026» werden finanzielle Gründe vorgebracht. In der Regel sei bei solchen Anlässen der wirtschaftlich Nutzen «geringer als versprochen». Dazu kämen Gründe der Opportunitätskosten, indem andere Anliegen mit der gleichen Menge an Steuergeldern realisiert werden könnten. Schliesslich ortet die Schwyzer Regierung, gestützt auf frühere ähnliche Abstimmungen in den Kantonen, einen «fehlenden Support» in der Bevölkerung.

Die finanziellen Risiken sind der Regierung zu gross Der Finanzhaushalt des Bundes sehe sich aktuell grossen Herausforderungen und zahlreichen Plänen im Bereich der steuerlichen Entlastung gegenüber, konkretisiert die Schwyzer Stellungnahme die Vorbehalte. Unter dem Aspekt der Opportunitätskosten erscheine deshalb «der geplante Mitteleinsatz für das Projekt ‹Sion 2026› nicht als prioritär». Für den Kanton Schwyz sieht die Regierung denn auch «keine unmittelbaren Chancen». Im Gegenteil: Vor allem im finanziellen Bereich seien Risiken erkennbar, indem schon mehrmals bei solchen Grossanlässen festgestellt werden musste, dass die Budgets «im Nachhinein» aufgestockt werden. Zudem seien im Falle von allfällig resultierenden Massnahmen zur Einhaltung der Schuldenbremse Lastenabwälzungen des Bundes auf die Kantone zu befürchten. Das aber, so die Schwyzer Regierung, werde «dezidiert abgelehnt».

Alex Kuprecht kritisiert Einstellung des Regierungrsates

Schliesslich sieht die Regierung auch die Gefahr, «dass – mitunter aus Prestigegründen – an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei entschieden werden könnte». Die Schwyzer Argumente stossen bei Schwyzer Parlamentariern nicht nur auf Gegenliebe. «Man kann nicht eine Idee sympathisch finden und dann wegen dem Geld Nein sagen», erklärt etwa Alex Kuprecht. Der SVP-Ständerat will sich, das Walliser Ja vorausgesetzt, im Parlament für «Sion 2026» aussprechen.

Wer so argumentiere, könne früher oder später gar nichts mehr machen. Für ein Land wie die Schweiz sollte es aber ein Ziel sein, alle 20 bis 30 Jahre einen Grossanlass durchzuführen: «Das täte unserem Land gut.» Kuprecht will aber bescheidene Spiele auf bestehenden Anlagen. Mache das IOC nicht mit, «dann lassen wir es sein»

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