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Gutes Zeugnis für Lebensmittel trotz zahlreicher Beanstandungen

Das Labor der Urkantone sorgt dafür, dass unsere Lebensmittel und unser Trinkwasser einwandfrei ist. Schlechte Noten gab es im Jahresbericht vor allem bei leicht verderblichen Lebensmitteln. Insgesamt steht es in den Urkantonen aber gut.
Erhard Gick
Betriebsleiter und Kantonschemiker Daniel Imhof (links) und Martin Grisiger, Stv. Kantonstierarzt, in einem Labor des Labors der Urkantone in Brunnen. (Bild: Erhard Gick / Bote der Urschweiz)

Betriebsleiter und Kantonschemiker Daniel Imhof (links) und Martin Grisiger, Stv. Kantonstierarzt, in einem Labor des Labors der Urkantone in Brunnen. (Bild: Erhard Gick / Bote der Urschweiz)

Das Labor der Urkantone (Laburk) präsentierte am Mittwoch im 2017 sanierten Gebäude des Labors seinen Jahresbericht. Kantonschemiker und Betriebsleiter Daniel Imhof verteilte zu Beginn Noten für die Lebensmittelbetriebe, einmal gute, einmal schlechte. «Insgesamt darf ich für die Lebensmittelbetriebe der Urkantone ein gutes Zeugnis ausstellen», sagte er.

2017 wurden insgesamt 1837 Inspektionen durchgeführt. In 30 Fällen (Vorjahr 21) musste eine erneute Kontrolle innert kurzer Frist durchgeführt werden, weil gravierende Mängel zu beheben waren. In 309 Fällen (17 Prozent, Vorjahr 22 Prozent) wurden die Dokumente der Selbstkontrolle als ungenügend beurteilt. Die Gründe reichten von «nicht gewusst» über «keine Zeit» bis hin zur bewussten Verweigerung.

Genussfertige Lebensmittel beanstandet

303 Mal (17 Prozent, Vorjahr 22 Prozent) waren die vorrätigen Lebensmittel zu beanstanden. Prozesse und Tätigkeiten waren in 218 Fällen (12 Prozent, Vorjahr 14 Prozent) nicht konform. In 147 Betrieben (8 Prozent, Vorjahr 9 Prozent) entsprach die angetroffene baulich-betriebliche Situation nicht den geltenden Bestimmungen, wie Daniel Imhof bekannt gab.

Die schlechten Noten gab es vor allem in den Bereichen der leicht verderblichen Lebensmittel. Es wurden hauptsächlich genussfertige Lebensmittel in Restaurationsbetrieben, Bäckereien, Kiosken und anderen Läden beanstandet. «Es war hier keine Verbesserung gegenüber den vergangenen Jahren festzustellen», so Imhof. Besser sieht es hingegen mit den Frittierölen in den Betrieben aus: Da fand eine deutliche Verbesserung dank Sensibilisierung statt. Lob gab es auch für Alp- und Bergbetriebe. «Die Milch- und Käseerzeugnisse in unserer Region haben eine gute Qualität.»

Gefährliche Webseiten gesperrt

Immer wieder kommt es vor, dass dubiose Internetseitenbetreiber Nahrungsergänzungen oder Sportlernahrung anonym über das Internet vertreiben. «Dank entsprechender Gesetzgebung hat das Labor der Urkantone im vergangenen Jahr drei solcher Webseiten sperren lassen. Wir werden weiterhin auf solche Angebote ein Auge richten», sagte Daniel Imhof.

Legionellen im Warmwasser

Seit Mitte 2017 werden Hotels und beispielsweise auch Altersheime oder öffentliche Anlagen wie Schwimmbäder in den Urkantonen genauer unter die Lupe genommen. 2017 wurden in fünf Betrieben die Warmwassersysteme auf Legionellen untersucht. In zwei Betrieben war der Höchstwert überschritten. In einem Hotelbetrieb musste das Duschen gar kurzzeitig verboten und für alle Duschen Legionellenfilter vorgeschrieben werden. In 38 Trinkwasserversorgungen mussten insgesamt 120 Mängel beanstandet werden. Überwiegend in kleineren Versorgungen war die Selbstkontrolle ungenügend. Gleichzeitig haben diese Betriebe oft mehr Probleme mit der Wasserqualität als grössere Versorgungen. Das Bewusstsein für Gefährdungen ist zu wenig erkannt. In acht Fällen musste das Wasser während zwei bis drei Wochen abgekocht werden, da eine hohe Fäkalverunreinigung nachgewiesen wurde. In zwei Betrieben war die UV-Aufbereitung nicht sachgerecht in Betrieb. Bei 61 Wasserversorgungen wurden keine nennenswerten Mängel festgestellt.

Gute Badewasserqualität in den Urkantonen

«Was aktuell interessiert, sind unsere Badis. Wir dürfen eine gute Badewasserqualität attestieren», sagt Daniel Imhof. Von insgesamt 488 Proben aus Hallen- und Freibädern mussten 113 Proben bemängelt werden, was dem Vorjahr entspricht. Die Hauptmängel waren zu hohe Dosierung der Desinfektionsmittel (Chlor), zu hohe Werte von Harnstoff sowie mikrobiologische Verunreinigungen. Neben dem Badewasser wurde auch die Umgebungshygiene der Bäder beurteilt. Von 342 Bodenhygieneproben konnten 71 Prozent (Vorjahr 72 Prozent) als sehr gut oder gut beurteilt werden.

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