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Partnervermittlung im Tierpark Goldau: Kranichdame wird neu verkuppelt

Wegen des Sturmtiefs Burglind anfangs 2018 hatte die Kranichdame des Natur- und Tierparks Goldau den Verlust ihres Kranichmanns zu betrauern. Nun wurde nach langer Suche ein neuer Gefährte extra von Österreich eingeflogen.
Unterscheiden lässt sich das neue Pärchen anhand des Kopfgefieders: Das Weibchen (rechts) hat einen ausgefärbten Kopf mit leuchtenden Farben. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Unterscheiden lässt sich das neue Pärchen anhand des Kopfgefieders: Das Weibchen (rechts) hat einen ausgefärbten Kopf mit leuchtenden Farben. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

(pd/lil) Zu Beginn des letzten Jahres fegten die Windböen des Sturmtiefs Burglind durch die Schweiz. Der Wintersturm entwurzelte Bäume und legte den Verkehr lahm – und der Natur- und Tierpark Goldau musste einen tierischen Verlust einstecken: Der männliche Kranich überlebte den Sturm nicht.

Das Weibchen lebte seither alleine in der Anlage. Da Kranichpaare meist ein leben lang zusammen bleiben, sei die neue Verpaarung entsprechend kompliziert, wie der Tierpark in einer Mitteilung schreibt. Kranichpaare würden in der Literatur als monogam bezeichnet – glücklicherweise sei die Natur etwas flexibler als in den Büchern beschrieben. In der Wildnis suchen sich Kraniche nach dem Verlust ihres Partners nach Möglichkeit einen neuen Gefährten.

Ein neuer Schatzerl aus Österreich

Die korrekte Haltung von Kranichen sei äusserst schwierig, weswegen die grossen Vögel nur selten gezüchtet werden. Dementsprechend gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten neuen Partner anspruchsvoll und langwierig. Die Geduld habe sich aber gelohnt: Ein kräftiges junges Kranichmännchen fand im März den Weg von Österreich nach Goldau. Die Verkupplung der beiden Kraniche verlief reibungslos. Nach anfänglichem Misstrauen gegenüber des Neuankömmlings schritt Frau Kranich bereits am zweiten Tag Seite an Seite mit ihrem neuen Schatzerl durch ihre Anlage.

Der Neuankömmling. Seine gräuliche Kopfzeichnung verrät sein jugendliches Alter. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Der Neuankömmling. Seine gräuliche Kopfzeichnung verrät sein jugendliches Alter. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Bevor der Kranichmann aber in seinem neuen Zuhause empfangen werden konnte, stand noch der Umzug an. Der Transport eines Tieres über Landesgrenzen brauche nicht nur mehrere Bewilligungen, sondern muss auch äusserst sorgfältig erfolgen. Kraniche sind sehr stressanfällig. Dank schonendem Transport durch Fachleute konnte das Kranichmännchen aber gesund und munter in Goldau in Empfang genommen werden.

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