Peter Föhn: «Ich habe eine Riesenfreude und bin sehr stolz»

Die Gemeinde Muotathal will Ex-Ständerat Peter Föhn zum Ehrenbürger ernennen. Föhn wurde an der Verabschiedung im Ständerat von der Absicht des Gemeinderates ins Bild gesetzt.

Jürg Auf der Maur / bote.ch
Merken
Drucken
Teilen
Wurde vom Gemeinderatsbeschluss am letzten Sessionstag in Bern überrascht: Peter Föhn. (Bild: Jürg Auf der Maur / bote.ch)

Wurde vom Gemeinderatsbeschluss am letzten Sessionstag in Bern überrascht: Peter Föhn. (Bild: Jürg Auf der Maur / bote.ch)

Peter Föhn, der erste Ständerat, der aus der Gemeinde Muotathal bisher nach Bern delegiert wurde, soll Muotathaler Ehrenbürger werden. Diesen Antrag stellt der Gemeinderat zuhanden der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember.

Peter Föhn, der nach acht Jahren in der Kleinen Kammer am Ende der letzten Session seine Politikerkarriere mit dem Rücktritt beendet, freut sich sehr über die Absicht der Gemeinde. «Ich habe eine Riesenfreude und bin sehr stolz», erklärte er gegenüber dem «Boten der Urschweiz». Er sei an der Verabschiedung im Ständerat von der Absicht des Gemeinderates ins Bild gesetzt worden.

Damals reiste eine 40-köpfige Delegation aus Muotathal in die Bundeshauptstadt, um ihren berühmten Politiker heimzuholen. Die Idee, ihn zum Ehrenbürger zu ernennen, habe der frühere, nicht mit ihm verwandte Gemeindepräsident Franz Föhn eingebracht. «Am Empfang nach der Sessionsitzung hat mich dann der heutige Vizegemeindepräsident informiert.» Der Gemeinderat habe den Beschluss schon gefasst gehabt. Er sei völlig überrascht worden.

«Das zeigt, dass ich immer mit meinem Heimatort verbunden war und bin. Das war mir auch sehr wichtig», so Peter Föhn. Diese Verwurzelung sei die Voraussetzung gewesen, um als Politiker erfolgreich arbeiten zu können.

Schwester ehrt als Gemeindepräsidentin den Bruder

Dass die Wahl zum Ehrenbürger tatsächlich «speziell» sei, bestätigte auch Föhn. Denn die Ehrenbürgerschaft wird ihm letztlich unter der Ägide von Maria Christen erteilt. Sie ist nicht nur die amtierende Gemeindepräsidentin Muotathals, sondern auch Peter Föhns Schwester und SVP-Mitglied.

Christen ist sich dieser Kombination bewusst und weiss, dass es von aussen auch als «heikel» angesehen werden könnte: «Ich trat bei diesem Traktdandum im Gemeinderat in den Ausstand und werde das Geschäft auch nicht an der Gemeindeversammlung vertreten.»

Viel Lob für Peter Föhn

Die Botschaft des Gemeinderates ist voll des Lobes für den künftigen Ehrenbürger. Er habe sich mit seiner «bürgerlichen und geradlinigen Politik» immer für die Anliegen des «kleinen Mannes» und des Gewerbes stark gemacht. «Das Muotathal und die Jugend lagen ihm immer am Herzen», hält Gemeinderätin Nathalie Zwyssig fest.

Dazu gehört auch, dass er sich mit der Übernahme der Möbelfabrik Betschart AG und der Mitgründung der Küchenfabrik Muotathal AG 2005 zusammen mit seiner Frau Priska für den Erhalt der Arbeitsplätze in Muotathal eingesetzt habe. Gelobt und verdankt wird zudem Föhns Einsatz in vielen Vereinen.