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Pfarrer hat über 1 Million Franken Schulden

Die Spielschulden, die der ehemalige Pfarrer angehäuft hat, sind viel höher als angenommen.
Der ehemalige Küssnachter Pfarrer Werner Fleischmann in besseren Zeiten (Bild: Archiv)

Der ehemalige Küssnachter Pfarrer Werner Fleischmann in besseren Zeiten (Bild: Archiv)

Der ehemalige Küssnachter Pfarrer Werner Fleischmann befindet sich zurzeit in ärztlicher Behandlung wegen seiner Spielsucht. Doch seine Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben. Am letzten Freitag hat der Rechtsanwalt des Geistlichen Briefe an die Gläubiger verschickt. Mehrere Gläubiger, die nicht namentlich genannt werden wollen, bestätigten gegenüber unserer Zeitung, dass sie einen Brief des Berner Rechtsanwalts Andrea Janggen erhalten hätten.

Die Schulden sind viel höher als angenommen. Man geht bereits jetzt weit von über einer Million Franken aus. Es ist aber durchaus möglich, dass sich noch weitere Gläubiger melden. Der Kirchenrat ging anfänglich davon aus, dass der Pfarrer etwa 50 Personen um Geld angegangen habe. «Ich habe Werner Fleischmann 47 000 Franken gegeben», erzählt eine betagte Küssnachterin. Er habe sie erstmals im Jahr 2011 um Geld gebeten. «Ich erhielt von ihm mehrere handgeschriebene Briefe. Manchmal konnte man seine Unterschrift kaum lesen. Er informierte mich schon damals über seine Spielsucht», so die Seniorin.

Fast 14 000 Franken für Fleischmann gesammelt

Schon länger habe sie mit der Sache abgeschlossen und wolle diesen Teil ihrer Ersparnisse nicht zurückfordern. «Wir konnten früher nie Geld aus dem Fenster werfen. Ich finde es schlimm, dass man die Leute nicht bereits im Jahr 2011 informiert oder gewarnt hat. Das beschäftigt mich nach wie vor», fügt sie hinzu.

Der ehemalige Pfarrer von Küssnacht war sehr geschätzt, und auch jetzt kommt ihm viel Sympathie entgegen: Im Internet wurden unter www.lokalhelden.ch bisher von Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks Küssnacht und Unterstützern 13 921 Franken zur Schuldentilgung des Pfarrers gesammelt. (em)

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