Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Bundesasylzentrum Wintersried: Regierung heisst Beschwerde gut

Der Regierungsrat hebt die Baubewilligung für die Übergangslösung des Bundesasylzentrums im Wintersried auf. Allerdings wird damit nichts über das definitive Zentrum ausgesagt.
Franz Steinegger
Das Gebäude der Militärischen Sicherheit (MilSich) im Wintersried kann zumindest vorläufig nicht als provisorisches Bundesasylzentrum hergerichtet werden. (Bild: Franz Steinegger)

Das Gebäude der Militärischen Sicherheit (MilSich) im Wintersried kann zumindest vorläufig nicht als provisorisches Bundesasylzentrum hergerichtet werden. (Bild: Franz Steinegger)

Am 27. April 2017 erteilte der Gemeinderat Schwyz die Baubewilligung für den Umbau des Gebäudes der Militärischen Sicherheit (MilSich) im Wintersried. Mit dieser Übergangslösung wollte das Staatssekretariat für Migration (SEM) in einer ersten Phase ab 2020 abgewiesene Asylbewerber «provisorisch» einquartieren.

Gegen diesen Entscheid erhoben Jakob und Lilly Schuler Beschwerde, unterstützt von weiteren Gewerblern und Anwohnern.

Im Wesentlichen geht es um Lärmgrenzwerte

Ihre Beschwerden – es handelt sich um insgesamt fünf – wurden nun von der Schwyzer Regierung gutgeheissen. Die Angelegenheit sei «zur vertieften Sachverhaltsabklärung und zu neuem Entscheid an die Vorinstanzen zurückzuweisen», heisst es zusammenfassend.

Kern der Begründung bilden die geltenden Lärmschutzvorschriften. Das der Baubewilligung zugrunde liegende Lärmgutachten berücksichtige nur den aktuellen Bahnverkehr, welcher die zulässigen Nachtgrenzwerte bereits um bis zu 7,7 Dezibel überschreite. Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels 2020 würde mehr Verkehr die nahe Gotthardlinie belasten, was zu noch mehr Lärm führe. In diesem Punkt müsse das Baugesuch überarbeitet werden.

Weiter weist die Regierung darauf hin, dass das vorgebrachte «anerkennungswürdige, öffentliche Interesse», mit dem eine Ausnahmebewilligung bei Lärmschutzmassnahmen erteilt werden könne, nicht näher begründet sei. «Der Zweck einer Ausnahmebewilligung besteht nicht darin, einem Bauherrn zu einer optimalen Lösung zu verhelfen», hält die Regierung fest.

Regierung weist auf zwei weitere Konfliktfelder hin

Schliesslich weist der Regierungsrat auf zwei weitere mögliche Konflikte hin: Für die Fussgängererschliessung müsse ein bestehender Kiesweg, der durch Landwirtschaftsgebiet führt, ausgebaut werden. Möglicherweise müsste die benötigte Fläche umgezont werden. Zudem sei fraglich, ob das geplante Bundesasylzentrum mit dem Richtplan 2016 vereinbart werden könne. Denn «die Entwicklungsachse Urmiberg ist primär für Dienstleistungsbetriebe und wertschöpfendes Gewerbe vorgesehen».

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.