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Regionalspitäler von Lachen und Einsiedeln verwerfen eine Fusion

Die beiden Schwyzer Regionalspitäler Lachen und Einsiedeln gehen weiterhin getrennte Wege. Eine Fusion kommt - vor allem für den Verwaltungsrats des Spitals Lachen - nicht in Frage. Der Stiftungsrat des Spitals Einsiedeln hätte sich einen Zusammenschluss vorstellen können.

(sda) Für den Verwaltungsrat des Spitals Lachen sprachen die Zahlen gegen einem gemeinsamen Weg, wie die beiden Spitäler am Donnerstag mitteilten.

Wären die finanziellen Ziele der Fusion nicht erreicht worden, hätte dies zu höheren Kapitalkosten sowie einer Verzögerung des geplanten Bauprojekts führen können, befürchten die Verantwortlichen des Spitals Lachen. Das Bauprojekt sei für die Zukunft des Spitals Lachen aber unverzichtbar, wird Verwaltungsratspräsident Peter Suter in der Mitteilung zitiert. In Lachen steht über die kommenden zwölf Jahre ein Bauprojekt für 150 Millionen Franken an.

Hinzu kämen die «beträchtlichen Fusionskosten», welche zusätzlich zu den kulturellen Unterschieden der beiden Spitäler in der Umsetzungsphase hätten berücksichtigt werden müssten, heisst es weiter.

Beide Gremien waren sich einig, dass das prognostizierte Synergiepotential durch Kosteneinsparungen und Mehrertrag erzielt werden könnte. Sie beurteilten dieses jedoch als «zu bescheiden». Auch rechneten sie mit politischen Widerstand gegen die Fusion.

Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile sprach sich der Stiftungsrat des Spitals Einsiedeln trotzdem «unter zwingender Einhaltung der rechtlichen Prämissen im Aktionärsbindungsvertrag» für den Zusammenschluss aus.

Alternative Kooperationen prüfen

Die Spitäler sind sich bewusst, dass es ohne Kooperation für beide anspruchsvoll werde. «Die Herausforderungen bleiben unverändert gross», heisst es weiter. Alternative Kooperationen müssten geprüft werden. Die beiden Häuser wollen nun in einem «gesunden Wettbewerb» zueinander auch ohne den Zusammenschluss mittelfristige ihre Existenz sichern, wie sie festhalten.

In den vergangenen acht Monaten hatten die Spitäler Lachen und Einsiedeln geprüft, wie in Zukunft ein gemeinsames Spital unter einer Führung an zwei Standorten verwirklicht werden könnte.

Gründe für die Prüfung gemeinsamer Entwicklungsschritte waren anhaltender Kostendruck im Gesundheitswesen sowie die Möglichkeiten, die sich aus dem medizinischen Fortschritt eröffneten, künftig möglichst effizient und kostengünstig zu nutzen. Die Spitäler waren sich einig: Aus dem Zusammenschluss sollte aber für beide eine «klare Win-win-Situation» resultieren.

Die zwei Spitäler sorgen für die stationäre Grundversorgung von rund 100'000 Menschen in den Bezirken March, Höfe und Einsiedeln sowie in den angrenzenden Gebieten. Das Spital in Lachen hat 123 Betten, dasjenige in Einsiedeln 85.

Das Spital Lachen ist eine Aktiengesellschaft der Bezirke March und Höfe. Das Spital Einsiedeln geht auf ein ehemaliges Pilgerspital zurück und wird von der Stiftung Krankenhaus Maria zum finstern Wald getragen.

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