Sanierung der Einsiedler Spitalstiftung passiert Volksabstimmung

Die Stimmberechtigten des Bezirks Einsiedeln haben ein Sanierungspaket zu Gunsten der Spitalstiftung mit einem Ja-Stimmenanteil von 71 Prozent gutgeheissen.

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Blick auf das Spital Einsiedeln.

Blick auf das Spital Einsiedeln.

Bild: Urs Flüeler / Keystone (22. September 2018)

(sda) Das Paket besteht aus einem nicht rückzahlbaren Kredit von 6,5 Millionen Franken, einem Darlehen von 4 Millionen Franken und einer Garantie gegenüber der Pensionskasse von 10 Millionen Franken. Im Gegensatz leistet der Bezirk keine Defizitgarantie mehr.

Wie die Bezirksgemeinde am Sonntag mitteilte, hiessen 2332 Stimmberechtigte das Sanierungspaket gut, 954 lehnten es ab. Die Stimmbeteiligung betrug knapp 30 Prozent. Das Spital Einsiedeln war in den letzten Jahren finanziell aus dem Gleichgewicht geraten.

Das vorliegende Sanierungskonzept, in dem auch die Gläubiger eingebunden sind, soll dazu beitragen, dass die Stiftung Krankenhaus Maria zum finstern Wald auf lange Sicht ihren Zweck, den Spitalbetrieb in Einsiedeln zu erhalten und zu gewährleisten, erfüllen kann. Sie steht gegenwärtig gegenüber Kreditgebern mit 65 Millionen Franken in der Schuld.

Der Spitalbetrieb wurde zwar 2020 an die Ameos-Gruppe abgegeben, doch müsste die Stiftung diesen bei einem Ausstieg der Betreiberin wieder gewährleisten können. Zudem können mit der Sanierung die Immobilien im Besitz der gemeinnützigen Stiftung verbleiben. Ein allfälliger Konkurs der Stiftung würde zu grosser Unsicherheit führen und den Spitalbetrieb gefährden, hatte der Bezirksrat in seiner Abstimmungsbotschaft geschrieben.