Kommentar

Schmerzliche Niederlage für Schwyzer SP

Der Kanton Schwyz wird weiterhin rein bürgerlich regiert. Die Stimmberechtigten haben den siebten und letzten Regierungssitz an Sandro Patierno von der CVP vergeben. Michael Fuchs von der SP und der parteilose Peter Abegg haben das Nachsehen.

Jürg Auf der Maur
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Die Schwyzer Kantonsregierung ist wieder komplett. Im gestrigen zweiten Wahlgang haben die Schwyzerinnen und Schwyzer aber nicht nur den letzten Sitz vergeben, sondern ein ­Zeichen gesetzt. Deutlicher, als viele erwartet hatten, wurde den Sozialdemokraten einmal mehr die Türe vor der Nase zugeknallt. Die Linke hat nach dem Ausscheiden 2012 weiterhin keinen Platz in der Exekutive. Es bleibt bei der rein bürgerlichen Mitte-rechts-Regierung.

Auch wenn die Niederlage schmerzt: Am Kandidaten konnte es nicht gelegen haben. Mit Michael Fuchs stellte sich ein SP-Politiker zur Wahl, der während zwölf Jahren den Bezirk Küssnacht erfolgreich führte und dabei bis weit in die politische Mitte Lorbeeren ernten konnte.

Die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler hat nicht einfach Nein zur SP gesagt, sondern sich wohl bewusst für den ebenfalls bekannten CVP-Mann Sandro Patierno entschieden. Auch er hat als Bezirksammann verschiedene Pflöcke eingeschlagen und gezeigt, dass er handeln will und kann.

Das Nein zu Fuchs ist denn auch nicht zuletzt ein Ja zur Beständigkeit. Der Wahlkampf dauerte lange. Nicht nur das Coronavirus sorgte für Störmanöver. Auch die wilde Kandidatur des parteilosen Peter Abegg feuerte den Wahlkampf mit Unbekanntem an. Mit der Wahl von Patierno setzte sich Qualität und Beständigkeit durch, in dieser unsicheren Zeit blieb kein Platz für «Experimente».

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