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Schwyz erhöht Einschulungsalter für Kinder

Der Schwyzer Kantonsrat findet, dass die Kinder heute zu früh eingeschult werden. Er hat sich am Mittwoch für eine Änderung der Einschulungsregeln für Kindergarten und Primarschule ausgesprochen.
Der erste Schultag. Diese Kinder sitzen erstmals in Schulzimmer. (Bild: Boris Bürgisser)

Der erste Schultag. Diese Kinder sitzen erstmals in Schulzimmer. (Bild: Boris Bürgisser)

Im Kanton Schwyz ist der Schuleintritt derzeit so geregelt, dass Kinder, die bis und mit 31. Juli das fünfte Altersjahr vollenden, auf Beginn des nächsten Schuljahres schulpflichtig werden. Der obligatorische Kindergarteneintritt erfolgt also mit fünf Jahren. Und beim Übertritt in die erste Klasse sind die jüngsten Kinder sechs Jahre alt.

Laut einer von 40 Kantonsräten unterzeichneten SVP-Motion ist das offenbar ein Problem: Immer wieder würden Kinder schulpflichtig, obwohl sie noch nicht reif dafür seien. Solchen Schülern fehlten Ausdauer, Konzentrationsfähigkeit und Lernbereitschaft, hiess es in der Kantonsratsdebatte. Ausserdem hätten die Auswirkungen von zu früh eingeschulten Kindern einen negativen Einfluss auf die ganze Klasse. So werde etwa der Unterricht gestört.

Der Kantonsrat folgte mit 77 zu 18 Stimmen den Motionären. Der erheblich erklärte Vorstoss verlangt, das Einschulungsalter zu erhöhen und den gesetzlichen Stichtag vom 31. Juli früher anzusetzen. Eine mögliche Variante ist nach Ansicht der SVP die Regelung im Kanton Zug, wo der Stichtag auf Ende Februar festgelegt ist, aber gleichzeitig eine flexible Einschulung bis Ende Mai für weit fortgeschrittene Kinder möglich ist. Für eine Flexibilisierung der Einschulung sprachen sich auch Sprecher von FDP und CVP aus.

Regierung: Bewährtes Einschulungssystem

Sprecher der SP plädierten für eine Gesamtschau der Einschulungsproblematik. Die Diskussion um einen früheren Stichtag sei eine Schein-Debatte. Die SP stimmte gegen die Motion, die auch vom Regierungsrat abgelehnt wurde. Bildungsdirektor Michael Stähli (CVP) sagte, dass sich die geltenden Einschulungsregeln in der Praxis bewährt hätten. Die Grossmehrheit der Kantone habe das selbe Einschulungssystem wie Schwyz.

80 Prozent der Vierjährigen im Kanton Schwyz besuchen heute freiwillig das erste Kindergartenjahr, Tendenz steigend. Bei diagnostizierten Entwicklungsstörungen oder auf Gesuch der Erziehungsberechtigen könne der Eintritt in den obligatorischen Kindergarten um ein Jahr aufgeschoben werden, erklärte Stähli weiter. Zudem bestehe die Möglichkeit, das obligatorische Kindergartenjahr bei Bedarf während zweier Jahre zu besuchen. (sda)

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