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Schwyz will keine zweisprachigen Schulklassen an der Sek

Der Erziehungsrat des Kanton Schwyz lehnt den Schulversuch «SekPro» ab. Das Konzept von «Leistungsklassen» soll nicht in die kantonale Volksschulgesetzgebung aufgenommen werden.

Seit Sommer 2016 wurde im Bezirk Höfe des Kanton Schwyz zusätzlich zu den kantonsweit üblichen Stufen der Sekundarstufe I Klassen mit bilingualem Angebot erprobt. Die «Leistungsklasse SekPro» bietet ein bilinguales Programm (Deutsch/Englisch) für die kognitiv begabtesten Schülerinnen und Schüler. Verschiedene Fächer werden ab der ersten Klasse teilweise in einer Fremdsprache unterrichtet.

Dies soll Schüler auf den Übertritt an ein Gymnasium und auf anspruchsvolle Berufe vorbereiten. Die Schulträger beurteilten das Modell als erfolgreich. Der Versuch läuft bis Ende Schuljahr 2018/2019. Der Erziehungsrat des Kanton Schwyz spricht sich nun gegen eine Überführung in den Normalbetrieb aus.

Mehr Gymnasium als Sek

Das Modell habe sich eindeutig als progymnasiales Angebot erwiesen, also eine Form des Untergymnasium. Dies sei in der Bildungslandschaft des Kanton Schwyz systemfremd. Der Übertritt in ein kantonales Kurzzeitgymnasium erfolge regulär ohnehin nach der Vorbildung an der Sekundarschule, weshalb die neuen «Leistungsklassen» überflüssig seien. Die bisherigen Stufen (Sekundarstufe I mit Niveaus A,B und C) würden genügend Möglichkeiten zur Differenzierung und zur Förderung von leistungsstarken Schülern bieten.

Zudem würden die «normalen» Sekundarschulen abgewertet werden: den entsprechenden Klassen entgehen die leistungsstärksten Schülerinnen und Schüler, was zu einem Abfall des Leistungsniveaus führe. Auch gebe es keine gesetzten Rahmenbedingungen für die Zuweisung in eine solche Klasse.

Untergymnasium sei Sache des Kantons

Der Erziehungsrat findet das Modell bildungs- und ordnungspolitisch falsch. Der Entscheid über die (freiwillige) Führung eines solchen Angebots könne nicht den Bezirken überlassen werden. Wennschon müsste die Führung eines Untergymnasiums Sache des Kantons sein, verbunden auch mit der entsprechenden Kostenfolge (geschätzt rund 6 Millionen Franken jährlich). (pd/sda/sre)

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