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Wo der Kanton Schwyz wächst und wo er schrumpft

Die Bevölkerung im Kanton Schwyz wächst und wächst, wie neueste kantonale Statistik zeigt. Dies hängt meist mit der Bautätigkeit in den Gemeinden zusammen – aber nicht nur.
Stephanie Zemp
Der in absoluten Zahlen grösste Anstieg an Personen hat Einsiedeln zu verzeichnen.(Bild: Thomas Hodel/Keystone)

Der in absoluten Zahlen grösste Anstieg an Personen hat Einsiedeln zu verzeichnen.(Bild: Thomas Hodel/Keystone)

Tiefe Steuern und schöne Landschaften: Der Kanton Schwyz bietet einige Anreize, um sich niederzulassen. Insgesamt leben heute fast 158'000 Personen im Urkanton. Vor einem Jahr waren es noch knapp 156'000. Alle Bezirke sind in diesem Zeitraum bevölkerungsmässig gewachsen. Auch die Gemeinden verzeichnen fast ausnahmslos eine Zunahme.

In nur sieben von dreissig Gemeinden ist die Bevölkerung zurückgegangen. Besonders betroffen ist die Gemeinde Innerthal. Lebten Ende 2016 noch 195 Menschen in der am Wägitalersee ­gelegenen Gemeinde, waren es Ende 2018 noch 173. Dies entspricht einem Rückgang von rund elf Prozent. Die Gemeinde hat Massnahmen ergriffen, um dem Bevölkerungsschwund entgegenzuwirken, wie Gemeindeschreiber Armin Mächler auf Anfrage erklärt: «Wir sind daran, einen neuen Zonenplan auszuarbeiten.» Zurzeit stehe kein Bauland zur Verfügung, so Mächler. «Die Nachfrage wäre da, aber das Angebot fehlt noch», führt der Gemeindeschreiber aus. Die Umzonung sei durch Einsprachen verzögert worden. «Nun hoffen wir, dass dem Vorhaben nichts mehr im Weg steht.»

Auch die Gemeinde Steinerberg verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Bevölkerungsrückgang: Die drittkleinste Gemeinde im Kanton Schwyz beherbergt 937 Personen. Gemeindeschreiber Stefan Tobler erklärt, dass der Rückgang dem «Zufall» geschuldet sei. Die Statistiken der letzten acht Jahre bestätigen dies: 2010 lebten in Steinerberg erst 860 Personen, in den darauffolgenden Jahren stieg die Zahl – bis auf wenige Schwankungen – kontinuierlich. Tobler rechnet damit, dass die Bevölkerung in den kommenden Jahren wieder wachsen wird, da drei Überbauungen am Entstehen respektive im Baubewilligungsverfahren seien.

Bezahlbarer Wohnraum als besonderer Anreiz

Der in absoluten Zahlen grösste Anstieg an Personen hat Einsiedeln zu verzeichnen. Der Ein-Gemeinde-Bezirk am Sihlsee ist vergangenes Jahr um 325 Menschen gewachsen. Grund dafür sind aussergewöhnlich viele neue Überbauungen, erläutert Irene Michel: «Im letzten Jahr wurden neue Wohnungen und Reihenhäuser im Zentrum von Einsiedeln und in den Dörfern Euthal und Willerzell errichtet», sagt die Abteilungsleiterin des Ressorts Präsidiales. Dies sei besonders für Familien interessant. Hinzu komme, dass Einsiedeln im Vergleich zum angrenzenden Bezirk Höfe günstigeren Wohnraum biete.

Auch die Gemeinde Morschach weist ein relativ hohes Bevölkerungswachstum auf. Allerdings handelt es sich hier nicht um eine tatsächliche Steigerung, sondern sei vor allem auf einen Methodenwechsel beim Amt für Migration zurückzuführen, erläutert die Leiterin des Einwohneramtes, Sandra Stöckli, auf Anfrage. «Früher erhielten die ausländischen Arbeitnehmenden im Gastgewerbe eine Kurzaufenthaltsbewilligung. Seit August 2017 bekommen sie vermehrt eine B-Bewilligung.» Da Inhaber von B-Bewilligungen zur ständigen Wohnbevölkerung zählen, tauchen nun mehr Personen in der Statistik auf. Von den rund 1100 in Morschach wohnhaften Personen haben rund 240 keinen Schweizer Pass. Dies entspricht einem Ausländeranteil von etwas mehr als 21 Prozent und liegt minim über dem kantonalen Durchschnitt von 20,9 Prozent.

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