Schwyzer CVP will SVP vom zweiten Ständeratssitz verdrängen

In Schwyz fechten zwei politische Schwergewichte des Kantons den zweiten Ständeratssitz aus: Regierungsrat Othmar Reichmuth will das Mandat für die CVP zurückerobern, Nationalrat Pirmin Schwander kämpft dafür, dass die SVP weiterhin beide Sitze in der kleinen Kammer hält.

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Ständeratskandidat Othmar Reichmuth, CVP, im Wahlzentrum in Schwyz am Tag der Eidgenössischen Wahlen. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, 20. Oktober 2019)

Ständeratskandidat Othmar Reichmuth, CVP, im Wahlzentrum in Schwyz am Tag der Eidgenössischen Wahlen. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, 20. Oktober 2019)

(sda)

Für den zweiten Wahlgang vom 24. November tritt ferner Honorata Züger an. Die 51-jährige in Polen lebende Schweizerin war im ersten Wahlgang vom 20. Oktober mit Abstand auf dem letzten Platz gelandet und wird auch in der Schlussausmarchung kaum eine Rolle spielen.

Im ersten Wahlgang war der bisherige Ständerat Alex Kuprecht (SVP) im Amt bestätigt worden. Noch zu vergeben ist der Sitz seines Parteikollegen Peter Föhn, der abtritt. Föhn hatte 2011 den amtierenden CVP-Ständerat Bruno Frick verdrängt. Seither stellt die Schwyzer SVP beide Ständeräte.

Der bald 58-jährige Nationalrat Pirmin Schwander aus Lachen soll für seine Partei diese Doppelvertretung verteidigen. Schwander ist Ökonom und seit 2003 Nationalrat. National bekannt wurde er durch seine Kritik an den Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb).

Rückzug von SP und FDP

Sein Gegenkandidat Othmar Reichmuth wohnt im Bergdorf Illgau, ist diplomierter Käsermeister und schloss eine Handels- und Verwaltungsschule ab. Der bald 56-Jährige ist seit 2010 Regierungsrat und steht dort der Baudirektion vor. Nun soll er den vor acht Jahren verlorenen Sitz in der kleinen Kammer zurückholen.

Im ersten Wahlgang hatten Schwander und Reichmuth praktisch gleich viele Stimmen gemacht, der Vorsprung des SVP-Kandidaten betrug lediglich 106 Stimmen. Für den zweiten Wahlgang wurden die Karten aber neu gemischt: FDP und SP treten nicht mehr an. Die SP unterstützt, wie schon im ersten Wahlgang, Reichmuth. Die FDP, die der CVP dafür zürnt, entschied sich für Stimmfreigabe.