Schwyzer FDP will mit Regierungsrat Kaspar Michel Ständeratssitz gewinnen

Der Schwyzer Regierungsrat Kaspar Michel soll bei den Wahlen im Herbst für die FDP einen Ständeratssitz ergattern. Die Kantonalpartei hat den 48-Jährigen am Dienstagabend genauso nominiert wie vier Nationalratskandidierende, darunter drei Frauen.

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Die fünf Kandidaten strahlten um die Wette (von links): Petra Gössi, Heinz Theiler, Sibylle Ochsner, Marlene Müller und Kaspar Michel. (Bild: PD / Nathalie Henseler)

Die fünf Kandidaten strahlten um die Wette (von links): Petra Gössi, Heinz Theiler, Sibylle Ochsner, Marlene Müller und Kaspar Michel. (Bild: PD / Nathalie Henseler)

(sda)

Regierungsrat Michel, der seit 2010 in der Kantonsregierung sitzt und dort das Finanzdepartement führt, sei von den rund 150 Anwesenden einstimmig nominiert worden, sagte Parteisprecher Roger Bürgler auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Michel ist ausgebildeter Historiker und Staatswissenschaftler und lebt mit seiner Familie in Rickenbach.

Der Sitzgewinn im Ständerat sei ein erklärtes Ziel. Michel habe gute Chancen, sei er doch als Landammann und auch als Person im Kanton bestens bekannt. Von den zwei Schwyzer Sitzen in der kleinen Kammer wird mit dem Verzicht von SVP-Ständerat Peter Föhn einer frei.

Anspruch darauf hat bereit die CVP angemeldet, die mit Michels Regierungsratskollege Othmar Reichmuth den Sitz zurückerobern will. Der zweite amtierende SVP-Ständerat Alex Kuprecht tritt am 20. Oktober noch einmal zur Wahl an.

Dass die FDP ihre Delegierten zur Nominationsversammlung nach Küssnacht lud, kam nicht von ungefähr, ist die Gemeinde am Vierwaldstättersee doch Heimat von Petra Gössi, Nationalrätin und Parteipräsidentin der FDP Schweiz. Als «Zugpferd» setzte die Partei die 43-Jährige auf die Liste der Nominierten zusammen mit den Kantonsräten Heinz Theiler, Sibylle Ochsner und Marlene Müller. Auch diese Nominationen erfolgten einstimmig.

Selfie mit Nationalrätin Petra Gössi und ihrer von den Delegierten nominierten Liste. (Bild: PD / Nathalie Henseler)

Selfie mit Nationalrätin Petra Gössi und ihrer von den Delegierten nominierten Liste. (Bild: PD / Nathalie Henseler)

Dass auf der Hauptliste somit mehr Frauen als Männer stehen, sei für die FDP Schwyz ein Novum. Voraussichtlich werde die FDP mit zwei Nebenlisten in die Wahl steigen. Ein zweiter Sitzgewinn im Nationalrat wäre laut Bürgler aber eine Überraschung. Schwyz hat aktuell vier Nationalräte, neben der FDP stellt die CVP einen und die SVP deren zwei.