Schwyzer Regierung prüft Aufhebung des Amtes für Jagd und Fischerei

Das Umweltdepartement des Kantons Schwyz mit seinen fünf Ämtern soll neu organisiert werden. In diesem Zusammenhang lässt der Regierungsrat die Aufhebung des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) prüfen.

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Die Regierung habe das Umweltdepartement beauftragt, ein Konzept und einen Antrag auszuarbeiten, wie man die Organisation des Departements optimieren könne, heisst es in einer Mitteilung des Umweltdepartements vom Montagabend. Im Rahmen dieser Reorganisation soll die Aufhebung des ANJF vertieft geprüft werden.

Die Reorganisation soll sich primär auf das Umweltdepartement beschränken, wobei auch interdepartementale Änderungen in Erwägung gezogen werden können. Hintergrund der angestrebten Reorganisation ist laut der Mitteilung, dass der Leiter des ANJF vor rund einem Jahr seine Stelle verlassen hatte und das Amt seither unter interimistischer Führung steht.

Bei solchen Gelegenheiten überprüfe die Regierung die Departements- und Amtsstrukturen. Es sei «keine Sparübung», heisst es in der Mitteilung.

Kritik der Jäger

Das Umweltdepartement ist eines von sieben Departementen des Kantons Schwyz. Es verfügt aktuell über die fünf Ämter Umweltschutz, Wald und Naturgefahren, Wasserbau, Vermessung und Geoinformation sowie das ANJF. Letzteres ist zuständig für die Umsetzung und den Vollzug der eidgenössischen und kantonalen Gesetzgebungen über die Jagd und Fischerei sowie den Natur-, Landschafts- und Artenschutz.

Im ANJF werden etwa Themen wie Moorlandschaften oder Wolfspräsenz behandelt. Auf wenig Gegenliebe stiess im vergangenen Jahr ein neues Jagdkonzept. Weil bei den Hirschkühen das Abschussziel verfehlt wurde, verfügte der Kanton eine Nachjagd. Die Jäger riefen allerdings zum Boykott auf, so dass die kantonale Wildhut mit dem Abschuss beauftragt werden musste.