Schwyzer Regierung rechnet für 2020 trotz Corona mit sattem Plus

Mit 60 Millionen Franken im Plus dürfte die Schwyzer Staatsrechnung im Jahr 2020 abschliessen. Davon geht das Finanzdepartement aus. Für das laufende Jahr hatte der Kanton nach einer Steuersenkung ursprünglich ein Minus von 3,3 Millionen Franken budgetiert.

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(sda) Man erwarte somit für das Rechnungsjahr 2020 gegenüber dem Budget ein um 63 Millionen Franken besseres Ergebnis, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Für das laufende Jahr hatte der Kanton Schwyz die Steuern von 160 Prozent auf 150 Prozent gesenkt, was Mindereinnahmen von über 30 Millionen Franken bedeutete.

Bei der nun vorgelegten Erwartungsrechnung handelt es sich um eine Momentaufnahme und Abschätzung der weiteren Entwicklung im laufenden Jahr per Ende August. Zum besseren Abschluss trägt laut dem Finanzdepartement insbesondere die um 37 Millionen Franken höhere Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bei.

Auch die Gewinnzuweisung der Schwyzer Kantonalbank fällt um 2,6 Millionen Franken höher aus. Mit tieferen Kosten rechnet man in Schwyz zudem bei Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligung. Auch würden Voranschlagskredite und der Stellenplan nicht vollständige ausgeschöpft.

2,5 Millionen Franken für Wirtschaft

Das Finanzdepartement erwartet allerdings auch Verschlechterungen gegenüber dem Budget 2020, insbesondere aufgrund der Auswirkungen der Coronapandemie. So dürften die Steuereinnahmen bei natürlichen und juristischen Personen tiefer ausfallen und die Kosten im Gesundheitsbereich sowie im öffentlichen Verkehr höher. Auch das Impulsprogramm, das der Kantonsrat zugunsten der Schwyzer Wirtschaft verabschiedet hatte, erhöht den Aufwand um 2,5 Millionen Franken.

Wegen der Coronapandemie sei die Erwartungsrechnung mit zusätzlicher Unsicherheit behaftet und entsprechend vorsichtig zu interpretieren, mahnt das Finanzdepartement. Die Pandemie bringe allerdings keine unmittelbare, massive finanzielle Verwerfung im Jahr 2020 mit sich.

Man gehe von grösseren Einbussen zu einem späteren Zeitpunkt aus. Insbesondere im Bereich der Steuererträge werden sich tiefere Einnahmen aufgrund des Veranlagungsprozesses hauptsächlich ab dem Rechnungsjahr 2021 niederschlagen. Der Regierungsrat wird die konkrete finanzielle Planung im Aufgaben- und Finanzplan 2021-2024 voraussichtlich im September verabschieden.

Besser abgeschlossen als budgetiert hatte bereits die Schwyzer Kantonsrechnung 2019. Damals blieb unter dem Strich ein Plus von knapp 120 Millionen Franken statt einem Minus von 13,2 Millionen Franken aus dem Voranschlag.

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