Schwyzer Steinkäuze fliegen in Deutschland

Der Natur- und Tierpark Goldau ist an Wiederansiedlungsprojekten in Deutschland beteiligt. Sechs im Frühjahr geschlüpfte Steinkäuze wurden bereits ausgewildert.

Sophie Küsterling
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Der Steinkauz gehört zu den am stärksten bedrohten Eulenarten in Mitteleuropa. (Bild: PD/Peter Koch)

Der Steinkauz gehört zu den am stärksten bedrohten Eulenarten in Mitteleuropa. (Bild: PD/Peter Koch)

Der Natur- und Tierpark Goldau leistet einen Beitrag zur Arterhaltung. Im Frühling sind sechs Steinkäuze in Goldau geschlüpft. Nun werden sie in einem Wiederansiedlungsprojekt die genetische Vielfalt sowie die freilebende Population in Deutschland  stärken, wie der Natur- und Tierpark Goldau am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt. 

Das seit 2011 laufende Wiederansiedlungsprojekt der Naturparks Nuthe-Nieplitz und Hoher Fläming in Deutschland wolle durch die artgerechte Auswilderung von mindestens 50 Jungvögeln pro Jahr eine sich selbst erhaltende Wildpopulation etablieren.

Der Steinkauz gilt in Deutschland als stark gefährdet, in der Schweiz und Österreich sogar als vom Aussterben bedroht. Das liegt vor allem daran, dass der Steinkauz seinen Lebensraum verliert – ein Paar benötigt ein zehn bis 50 Hektaren grosses Revier. Hochstämmige, alte Obstbäume, in denen der Vogel brütet, weichen zudem immer häufiger intensiv genutzten Obstplantagen und Anbauflächen.

Der Natur- und Tierpark Goldau besitzt ein Steinkauzpaar, das bereits viele Jungtiere hatte. Nebst den Käuzen züchtet der Tierpark auch Bartgeier, von denen bereits 223 Exemplare erfolgreich ausgewildert wurden.