Schwyzer Stimmbürger erteilen der zweisprachigen Sekundarschule eine Abfuhr

Im Kanton Schwyz können die öffentlichen Schulen für gute Schülerinnen und Schüler künftig keine zweisprachige Sekundarschule anbieten.

Drucken
Teilen
Schüler einer dritten Oberstufe aus der Region Luzern lernen Englisch und Französisch.

Schüler einer dritten Oberstufe aus der Region Luzern lernen Englisch und Französisch.

Bild: Philipp Schmidli (31. August 2017)

(sda) Die Stimmberechtigten des Kantons Schwyz haben mit einem Nein-Stimmenanteil von 52,4 Prozent die kantonsweite Einführung progymnasialer Leistungsklassen abgelehnt. Die Änderung des Volksschulgesetzes wurde bei einer Stimmbeteiligung von 57,6 Prozent mit 31'470 zu 28'578 Stimmen verworfen.

Der Wunsch, für starke Sekundarschülerinnen und -schüler spezielle Klassen zu führen, besteht vor allem im Ausserschwyzer Bezirk Höfe. In diesem Richtung Zürich orientierten Kantonsteil konkurrenzieren private Schulen die öffentlichen und punkten dabei mit einem deutsch-englischen Unterrichtsangebot.

In Höfe wurde ein dreijähriger Schulversuch mit der sogenannten «SekPro» durchgeführt. Beim Erziehungsrat, der im Kanton Schwyz pädagogisch die Aufsicht über die Volksschule ausübt, und beim Regierungsrat war das Anliegen auf Leistungsklassen stets auf Ablehnung gestossen.

Der Kantonsrat beharrte aber auf einer Erweiterung des Schulangebots. Er argumentierte, dass zur Chancengleichheit auch eine Förderung starker Schülerinnen und Schüler gehöre. Die Gegner befürchteten dagegen einen höheren Selektionsdruck in der Primarschule und eine Abwertung der normalen Sekundarschule.